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Stadt Spenge hofft auf 90-prozentige Förderung für Baumaßnahmen an der Dreifachturnhalle und im Stadion

Einmal kräftig durchsanieren

Spenge (WB)

Das Sportzentrum Holzwiese ist tüchtig in die Jahre gekommen. Die Kampfbahn der Sportanlage hat vier Jahrzehnte intensiver Nutzung hinter sich, die 1971 errichtete Dreifachsporthalle knapp fünf Jahrzehnte. Entsprechend sanierungsbedürftig sind Außenanlagen und Gebäude. Die Großprojekte sollen mit Hilfe von Fördergeldern realisiert werden.

Heike Pabst

Die Beleuchtung in der Dreifachturnhalle wird erneuert, erklärt Michael Matzker vom Gebäudemanagement der Verwaltung.

Die Stadt Spenge hatte versucht, eine 100-Prozent-Förderung durch ein Investitionsprogramm der Bundes- und Landesregierung zur Förderung kommunaler Sportstätten zu bekommen. Nachdem die Stadt für 2020 keinen Zuschlag erhalten hatte, ist der Förderantrag nun für 2021 auf den Weg gebracht worden. Allerdings sind nun keine 100 Prozent Förderung mehr möglich, sondern 90 Prozent. Die Antragsfrist dauert bis Mitte Januar. Die Entscheidung, ob Spenge die Fördergelder erhält, wird laut Fachbereichsleiterin Sabrina Held für das erste Quartal 2021 erwartet.

Wo es hakt, zeigt sich bei einem Gang durch die Halle und über den Sportplatz. „Trotz zwischenzeitlicher Unterhaltungsmaßnahmen ist die Bausubstanz in vielen Bereichen nicht mehr zeitgemäß“, sagt Held. Bei einem Quasi-Ganztagsbetrieb durch Schule, Vereine und Gruppen bleiben Abnutzungserscheinungen nicht aus.

Das fängt schon in den etwa 750 Quadratmeter großen Umkleide- und Nebenräumen an. Die Liste der zu erneuernden Bauteile ist lang: Darauf stehen die Innentüren, Heizkörper, Eingangstüranlage und Beleuchtung. Auch Malerarbeiten wären fällig. Die Armaturen in den Duschräumen sind teilweise defekt und verkalkt. „Die Trinkwasserhygiene sollte durch eine Dezentralisierung verbessert werden“, führt Held aus. „Die Abluftanlage ist abgängig und sollte mit einer Wärmerückgewinnung energetisch optimiert werden.“

In der 1300 Quadratmeter großen Halle ist der Schwingboden uneben und zum Teil beschädigt. Dort, wo die Tribüne immer wieder ein- und ausgefahren wird, haben die Rollen tiefe Spuren hinterlassen. Die Tribüne selbst ist störanfällig: Mitunter droht sie sich beim Ausfahren zu verhaken. Der Boden soll erneuert und im Bereich der Tribüne verstärkt werden. Sämtliche Hallentüren und Geräteraumtore müssten getauscht werden. Der Prallschutz an den Wänden soll erneuert werden, ebenso wie die Trennvorhänge.

Weiterhin in der Planung ist die Innendämmung der Hallentraufwände. Außerdem wird die Halle noch von alten Leuchtstoffröhren beleuchtet – energetisch nicht ideal. Ein Umbau auf LED-Beleuchtung ist auch in diesem Bereich geplant.

Für den 350 Quadratmeter großen Besucherbereich soll es nach den Plänen der Stadt ebenfalls einen neuen Bodenbelag geben, zudem eine Akustikdecke, LED-Beleuchtung und frische Farbe.

Eine umfangreiche Tiefbau-Maßnahme erwartet das Stadion Holzwiese. „Alle leichtathletischen Einbauten wie Sprunggrube und Absprungbalken sind abgängig und müssen erneuert werden“, berichtet Sabrina Held. Aus den Tennenflächen soll eine Tartanbahn entstehen, damit das Gelände vom Schul- und Vereinssport beinahe das ganze Jahr hindurch genutzt werden kann. Held verdeutlicht: „Auch die derzeitige Pandemielage macht deutlich, wie wertvoll Sportanlagen im Freien sind.“

Auf dem Kunststoffsegment soll ein Basketballfeld entstehen. Unter anderem muss die umlaufende Oberflächenentwässerung erneuert werden. Der Rasen ist eine Huckelpiste. Er soll aber erst bei einer weiteren Maßnahme saniert werden.

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