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Christiane Antons stellt ihren zweiten Krimi an der Spenger Werburg vor

Ermittlungen in der Poststraße

Spenge (WB). „Eine bunte Tüte voller Lügen“ bekommen Yasemin und ihre Freundinnen Dorothee und Nina serviert, als sie sich in die Ermittlungen zu ihrem zweiten gemeinsamen Fall stürzen. Soviel nimmt Christiane Antons schon mal vorweg. Die Autorin hat am Sonntag auf Einladung der Stadt und der Bücherei Spenge den neuen Teil ihres Krimis „Yasemins Kiosk“ vorgestellt. Das Außengelände des Werburg-Torhauses bot dafür die entspannende Kulisse mitten im Grünen.

Daniela Dembert

Die erste Lesung zu ihrem neuen Cosy-Krimi „Yasemins Kiosk – eine bunte Tüte voller Lügen“ hat Christiane Antons in ihre alte Heimat nach Spenge, genauer: an die Werburg, geführt. Foto: Dembert

2018 hatte die gebürtige Spengerin mit „Zwei Kaffee und eine Leiche“ im Spenger Bürgerzentrum die Premierenlesung zu ihrem Krimidebüt gegeben, jetzt freue sie sich, auch die Premiere zum zweiten Buch abermals in der alten Heimat gestalten zu dürfen.

Zweiter Krimi

Während Polizistin Nina, Vermieterin Dorothee und Kioskbesitzerin Yasemin in ihre ersten Ermittlungen eher zufällig hineingestolpert sind, werden die drei nun konkret von Kioskkundin Erika um Hilfe gebeten. Jemand versucht, durch falsche Behauptungen und schlechte Rezensionen im Internet das Catering-Unternehmen ihres Neffen Pascal zu ruinieren. Es kommt sogar zu Sabotageakten.

Die drei Freundinnen, insbesondere Yasemin, könnten etwas Abwechslung gut vertragen und nehmen die Recherchen zum Fall auf. Diese entführen sie nicht nur in die Welt der kulinarischen Genüsse, sondern zu Ninas Leidwesen und Yasemins Pläsier auch in einen Töpferkurs irgendwo im Nirgendwo.

„Ich habe die drei Frauen aus meinem Buch sehr lieb gewonnen und wollte gerne weiter mit den Charakteren arbeiten“, erzählte Antons eingangs. Da sei die Babypause gerade recht gekommen, um einen zweiten Fall für das Trio zu ersinnen.

Ermittlungen im Spenger Zentrum

Antons, die jetzt in Bielefeld lebt, setzt auf Lokalkolorit. Die Ermittlungen führen das Trio sogar in die Spenger Poststraße. Die Charaktere sind liebenswert, haben Schrullen, Ecken und Kanten. Die Autorin spickt ihre Dialoge mit saloppen Redewendungen, einem Hauch von Ruhrpottcharme (der ihr auch nicht fremd ist) und ostwestfälischer Flapsigkeit.

„Was ich am Schreiben ganz toll finde, ist die Recherche: sich mit Themen eingehend zu befassen und deren Hintergründe kennenzulernen“, berichtet die Literaturwissenschaftlerin über ihre Autorenarbeit. Manchmal führe das sogar zum Umschmeißen ganzer Passagen „weil’s einfach nicht zur Realität passt“, verrät die 41-Jährige. So habe sie unter anderem an einer Friedhofsführung teilgenommen, Gespräche mit Köchen geführt und sich wegen des Täterprofils lange mit einem Neurologen unterhalten.

Wer den ersten Teil von „Yasemins Kiosk“ bereits kennt, wird feststellen: der Nachfolger ist wesentlich härter. Dazu Antons: „Die sind nicht alle nett in meinem Buch. Über die dunklen Seiten zu schreiben, fällt mir schon schwer, weil ich die Typen ja selber eklig finde.“

Christiane Antons neuer Schmöker ist im Juni im Grafit Verlag erschienen und in allen stationären Buchhandlungen sowie im Online-Handel als Printausgabe oder als E-Book erhältlich.

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