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Heimatverein Spenge: Bis zum Frühjahr soll Nachfolge im Vorsitz geregelt sein

Fißenebert verzichtet endgültig

Spenge (WB). Der Heimatverein Spenge muss nicht aufgelöst werden. Denn Vorsitzender Wolf-Dieter Fißenebert ist zuversichtlich, bis zum Januar 2020 einen Nachfolger gefunden zu haben.

Gerhard Hülsegge

Findling auf dem Gelände der Werburg: Der Heimatverein Spenge gehört mit zu den großen Unterstützern des historischen Ensembles. Foto: Bärbel Hillebrenner

»Wir arbeiten daran und sind guter Hoffnung, jemanden zu finden«, sagt der 77-Jährige, der bereits im vergangenen Jahr angekündigt hatte, nicht länger Chef des 220 Mitglieder zählenden Vereins sein zu wollen. Sollte sich niemand finden, der den Vorsitz übernehmen wolle, müsse der Verein aus dem Register gestrichen werden, hatte Fißenebert bereits 2018 angekündigt. Er selbst ließ sich noch einmal dazu überreden, an der Spitze des Heimatvereins zu bleiben.

Versammlung am 28. Februar

»Dieses Jahr ist Ruhe«, betont Fißenebert mit Blick auf die Tagesordnung der Jahreshauptversammlung des Heimatvereins am Donnerstag, 28. Februar. Für 19 Uhr sind alle Mitglieder in die Spenger Stadthalle eingeladen, um sich den Jahres- und Kassenbericht sowie den Bericht der Wanderwarte anzuhören.

Ferner geht es um die Vorstellung der Veranstaltungen 2019 und die geplanten Ausflüge in diesem Jahr. Vorstandswahlen stehen nicht an. Dafür hält im Anschluss an die Regularien der Ortsbürgermeister von Riemsloh, Günter Oberschmidt, einen Vortrag über die Westhoyeler Windmühle.

»Ich kann nicht mehr«

Für Wolf-Dieter Fißenebert steht fest: Er wird 2020 endgültig nicht wieder für den Vorsitz des Heimatvereins Spenge kandidieren. »Sonst werde ich ja langsam auch unglaubwürdig, denn ich sage ja seit vier Jahren, dass Schluss ist«, meint er. Und er ergänzt: »Ich kann auch nicht mehr.«

Im Juni vollendet Fißenebert sein 78. Lebensjahr. Seit 2002, also 16 Jahre, ist er nun schon Vorsitzender des Heimatvereins. 1986 übernahm er zunächst den stellvertretenden Vorsitz und ist somit seit mehr als 30 Jahren im Vorstand aktiv.

Nach eigenem Bekunden hat er den Job gerne gemacht. Wer sein Nachfolger oder seine Nachfolgerin werde, sei vollkommen offen, betont Fißenebert. Ein Vorstands-Duo vielleicht? »Man muss alles orten«, sagt der Noch-Amtsinhaber. Wichtig sei, dass der Verein überlebe. Dazu brauche es einen Vorsitz. Die Suche gestaltet sich aus deshalb schwierig, weil das Durchschnittsalter der Mitglieder weit über 60 Jahre beträgt.

Unterstützung ist gegeben

Jüngere wanderten zwar gerne, sagt Fißenebert. Verantwortung wollten jedoch die Wenigsten übernehmen. Dabei habe der Heimatvereins-Vorsitzende gar nicht so viel zu tun, dass man es nicht schaffen könnte. Es gebe viel Unterstützung aus den eigenen Reihen, betont Fißenebert, der seinen Nachfolger auch gerne weiter mit Rat und Tat unterstützen will. Jetzt will man im Stillen den Wechsel vorbereiten, das persönliche Gespräch suchen. Claus Schubert, aktuell stellvertretender Vorsitzender, hat laut Fißenebert kein Interesse daran, aufzurücken.

»Ich hoffe, dass wir im Frühjahr wasserdicht sagen können, wer’s macht«, erklärt Wolf-Dieter Fiß-enebert. Ende März, Anfang April könnte der Stabwechsel dann bekannt gegeben werden und die Wahl des oder der neuen Vorsitzenden im Januar 2020 vollzogen werden.

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