1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Spenge
  6. >
  7. Glas, Kippen und Ölkanister liegen in Spenge herum

  8. >

Jugendliche der Charlottenburg reinigen Umfeld des Jugendzentrums von achtlos weggeworfenem Müll

Glas, Kippen und Ölkanister liegen in Spenge herum

Spenge

Säckeweise Verpackungen, Zigarettenkippen, Getränkedosen und vieles mehr hat eine Gruppe junger Besucher der Charlottenburg am vergangenen Wochenende in einer Müllsammelaktion auf dem Gelände des Jugendzentrums, des Parkplatzes unterhalb des Zentralen Omnibus Bahnhofs (ZOB) und auf Teilen des Schulgeländes zusammengetragen.

Von Daniela Dembert

Altglas, Zigarettenkippen, Verpackungen und allerlei weiteren Unrat haben Jugendliche am vergangenen Wochenende bei einer Müllsammelaktion rund um das Jugend- und Kulturzentrum Charlottenburg in Spenge zusammengetragen. Foto: Daniela Dembert

„Wir ärgern uns schon seit längerer Zeit über den Müll, der vor allem auf dem Parkplatz anfällt“, erklärt Sozialarbeiter Timo Eilers die Beweggründe der Gruppe. „Erstaunt, was man alles so findet“, seien die Sammler gewesen. Neben unzähligen Alkoholflaschen und Zigarettenkippen seien auch Ölkanister, eine Zahnbürste, platte Fußbälle und sogar ein vermutlich aus einem Bus entwendeter Nothammer zum Vorschein gekommen.

Die Teenagerin Derim ärgert sich über die Reaktion eines Passanten, der die Sammler zunächst für ihren Einsatz lobte, dann aber sagte, es sei ja schließlich auch der Müll der Schülerinnen und Schüler. „Ich habe mich bei diesem Kommentar schlecht gefühlt. Es ist nicht unser Müll und wir haben auch keine Strafarbeit bekommen, sondern wollen einfach für mehr Ordnung und Sauberkeit sorgen“, sagt sie. Allein die Zusammensetzung des gefundenen Unrats zeige schon, dass es sich in der Hauptsache nicht um Schülermüll handele.

Mehr Mülleimer gefordert

Der Schüler Emir gesteht, früher habe er seinen Müll ebenfalls achtlos in die Landschaft geworfen. „Irgendwann wurde es mir dann aber zu dreckig. Außerdem hat meine Freundin gesagt, das gehöre sich nicht.“

Ebenso wie er selbst, dächten viele Menschen einfach nicht über die Konsequenzen ihres Handels nach, meint Emir. „Oder sie fühlen sich cool, wenn sie den Abfall auf den Boden werfen, statt ein paar Meter bis zum nächsten Mülleimer zu gehen“, meint Nicholas, der findet, die Vermüllung sollte generell schärfer geahndet werden.

„Vielleicht könnte man an neuralgischen Punkten wie dem Parkplatz, an dem wenige Mülleimer stehen, noch zusätzliche aufstellen lassen“, regt Sozialarbeiter Timo Eilers an.

Bei der Sammelaktion sind auch einige Pfandflaschen und -dosen gefunden worden. Den Pfanderlös wollen die Jugendlichen jetzt für die Ukrainehilfe spenden und in Sachen Müllbeseitigung auch weiterhin am Ball bleiben.

Startseite
ANZEIGE