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Werke der Schüler von Andrea Ridder sind bis Januar im Bürgerzentrum zu sehen

Hobbykünstler stellen gemeinsam aus

Spenge (WB). Zwei Frauen im Meer, in der Hand einen Kaffee-Henkelpott. Ganz offensichtlich amüsieren sich die beiden Badekappenträgerinnen ganz königlich im lauen Nass. Diese kleine Momentaufnahme in Acryl auf Leinwand ist eines von mehr als 20 Gemälden, die derzeit im Bürgerzentrum zu sehen sind.

Daniela Dembert

16 Hobbykünstler, die im Atelier von Andrea Ridder malen, haben sich anlässlich des 20-jährigen Atelierbestehens zu einer Gemeinschaftsausstellung zusammengetan. Foto: Daniela Dembert

»Kunst tut gut« lautet das Motto der Gemeinschaftsausstellung von 16 Hobbykünstlern und ihrer Mentorin. Anlässlich ihres 20-jährigen Atelierbestehens in Spenge-Bardüttingdorf hat die Malerin Andrea Ridder eine Ausstellung mit Werken der Teilnehmer ihrer Malkurse organisiert. »Das ist mein Dankeschön für die jahrelange Treue«, sagte die Berufskünstlerin anlässlich der Eröffnung am Montagabend.

Inspiration aus ländlicher Idylle

»Ich liebe es zu pendeln«, bekennt die Bielefelderin. Die ländliche Idylle in Bardüttingdorf liefere ihr besondere Inspiration. »Aber es ist zuweilen auch etwas einsam«, gesteht sie. Deshalb seien die Kurse im Atelier »In der Mark« auch für sie eine wichtige Komponente in ihrem künstlerischen Schaffen. »Wir führen oft ganz tiefschürfende Gespräche und tauschen uns über Kunstgeschichte aus. Das ist auch für mich Anregung«, sagt Andrea Ridder.

Ein Anliegen sei ihr als Mentorin, dass jeder Kursteilnehmer seinen persönlichen Stil, seine Form des Ausdrucks finde. »Das Malen ist für mich ein ganz wichtiger Aspekt in meinem Leben geworden«, sagt Siegrid Jandrik-Stock, die ihrer kreativen Ader schon seit vielen Jahren im Atelier Ridder nachgeht. In Zeiten, die immer schnelllebiger werden, bietet die Malerei Abstand zum Geschehen und zugleich die Möglichkeit zur Revision, zur Auseinandersetzung und Verarbeitung.

Ein Blick auf blattlose Birkenstämme, die in Erdtönen gehaltene Darstellung einer afrikanischen Frau, poppig bunte Kindergesichter oder Bilder, deren Farben- und Formenkomposition viele Assoziationen und Emotionen zulassen, ohne sie aufzudrängen.

Unterschiedlichste Werke

Ganz unterschiedlich sind die ausgestellten Werke, sie reichen von realistischen bis abstrakten Motiven. Ebenso verschieden sind die verwendeten Farben und angewandten Techniken. Auch von Andrea Ridder selbst findet sich ein Bild. Welches es ist, will die Diplom-Designerin nicht verraten. »Es gibt zwei Arten des Arbeitens: das prozesshafte und das zielorientierte. Beide Wege finden sich in dieser Ausstellung«, erläutert Ridder.

»Schön, auch hier endlich wieder Kunst an den Wänden zu sehen«, findet Heidrun Hellmann vom Stadtmarketing. Das Bürgerzentrum sei als Ausstellungsort ein wenig in Vergessenheit geraten, eigne sich als solcher jedoch gut, denn die Räumlichkeiten werden von vielen Gruppen frequentiert und auch für öffentliche Veranstaltungen genutzt. Zu sehen ist die Gemeinschaftsausstellung noch bis Mitte Januar bei allen Veranstaltungen im Bürgerzentrum und auf Anfrage bei Heidrun Hellmann unter Telefon 05225/8768400.

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