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Hauptausschuss berät über die Unterschutzstellung zweier Gebäude

Hof Mönck soll kein Denkmal werden

Spenge (WB). Das Hühnerhaus im Katzenholz soll in die Denkmalliste der Stadt Spenge aufgenommen werden. Das empfiehlt die Verwaltung in einer Vorlage den Mitgliedern des Hauptausschusses. Die Sitzung findet am Donnerstag, 28. Juni, statt. Der Kulturausschuss hatte sich bereits im Vorfeld dafür ausgesprochen. Außerdem soll in der Sitzung entschieden werden, ob der ehemalige Hof Mönck in Bardüttingdorf in die Denkmalliste eingetragen wird.

Kathrin Weege

Soll kein Denkmal werden: Der Hof Mönck in Bardüttingdorf. Dafür hat sich der Kulturausschuss bereits ausgesprochen. Foto: Angelina Zander

Vertreter des LWL hatten im Januar das Hühnerhaus im Katzenholz besichtigt. Anschließend teilte das Amt für Denkmalpflege der Stadt mit, dass das Objekt in die Denkmalliste aufgenommen werden kann.

Denkmalschutz: zu große Pflichten für den Eigentümer

Im Falle des Hofes Mönck sieht die Lage anders aus. Hier war das Amt für Denkmalschutz an die Stadt herangetreten und hatte vorgeschlagen, dass Gebäude unter Denkmalschutz zu stellen. Auch hier hatte der Kulturausschuss bereits Stellung bezogen. Die Mitglieder hatten einstimmig gegen einen Schutz des ehemaligen Hofes Mönck, Kreuzfeld 155, votiert. Anne Beckmann sagte damals: »Die Stadt Spenge war überrascht über den Antrag bei der LWL-Denkmalpflege.«

Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband wandte sich mit einem Schreiben gegen den Antrag der LWL-Denkmalpflege, den Hof Mönck in die Denkmalliste der Stadt Spenge einzutragen. In der Begründung hieß es: »Es wird bezweifelt, dass es sich nach fachlicher Einschätzung um ein Denkmal handelt. Selbst wenn die Denkmaleigenschaft bestünde und das Objekt in die Denkmalliste eingetragen werden müsste, wäre diese wieder zu löschen, da die Erhaltungs- und Instandsetzungspflicht nach den Bestimmungen des Denkmalschutzgesetzes NRW dem Eigentümer nicht zumutbar sei, der Umgebungsschutz nicht mehr gegeben und eine Nutzungspflicht ebenfalls nicht zumutbar sei.«

Empfehlung: Von Eintragung in die Denkmalliste absehen

Die Verwaltungsleitung kann sich daher der Argumentation des Eigentümers insbesondere hinsichtlich der mangelnden wirtschaftlichen Verwertbarkeit sowie des mangelnden Umgebungs-schutzes anschließen und empfiehlt deshalb, von der Eintragung des Objektes in die Denkmalliste der Stadt Spenge abzusehen. Die Sitzung des Spenger Hauptausschusses beginnt am Donnerstag, 28. Juni, um 18 Uhr im Sitzungssaal der Stadt Spenge.

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