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Architekt stellt Pläne vor – Wald-Kindergarten muss nicht umziehen

Hühnerhaus wird ab März saniert

Spenge (WB). Im September erreichte die Mitglieder der IG Katzenholz die gute Nachricht: Das Land NRW fördert die Sanierung des denkmalgeschützten Hühnerhauses zu 80 Prozent. Am Donnerstagabend nun stellte Architekt Stefan Bäunker im Bauausschuss die Pläne für die Bauarbeiten vor. „Voraussichtlich im März können wir mit der Sanierung beginnen“, erklärte er.

Ruth Matthes

Das Hühnerhaus im Katzenholz gehörte einst zum Schloss Mühlenburg und war das Domizil des Waldhüters. Nun soll das Fachwerkgebäude von 1847 saniert werden. Die große Diele soll für Versammlungen und Ausstellungen genutzt werden. Foto: Ruth Matthes

Wie Bäunker ausführte, sind die Ausschreibungen für die diversen Gewerke zu 60 Prozent abgeschlossen. „Bisher liegen wir gut im Finanzrahmen“, hob er hervor. Das Projekt wird mit 360.000 Euro vom Land bezuschusst. Die restlichen 20 Prozent der Gesamtkosten trägt die Stadt.

Erdgeschoss betroffen

Bäunker steht regelmäßig im Austausch mit dem Denkmalamt und dem Waldkindergarten, dessen Bauwagen hinter dem Hühnerhaus steht. Die Kita nutzt in dem Gebäude die Toiletten, Küche, Büro und Lagerraum. „Wir sorgen dafür, dass die Baustelle komplett von einem Bauzaun umgeben ist“, betonte Bäunker, „so dass die Kinder vor Gefahren geschützt sind“. Die Toiletten werden durch Dixi-Klos ersetzt. Die Erschließung der Baustelle erfolge über den Waldweg, der von der Straße An der Allee zum Haus führt. „Er bleibt als Rettungszufahrt erhalten“, versicherte der Architekt. Die Kita müsse während der Bauzeit nicht umziehen.

Die Sanierungsarbeiten betreffen hauptsächlich das Erdgeschoss. Dabei bleibt die Raumaufteilung bestehen, lediglich der Sanitärbereich wird behindertengerecht erweitert, ein Abstell- wird zum Technikraum. Im Anbau soll eine Teeküche entstehen. Der Fußboden wird ausgetauscht. Damit das Haus besser genutzt werden kann, erhält es eine Gasheizung.

Marode Balken

„Die maroden Fachwerkbalken der Außenhülle müssen ersetzt werden“, erklärte der Architekt. Wo es nötig ist, um an die Balken zu gelangen, werden die Gefache entkernt und später mit Ziegelsteinen neu verfüllt. Die Innenseite der Außenwände erhält eine Dämmung aus Holzweichfaserplatten. „Darauf wird eine Wandheizung mit Lehmputz aufgebaut“, so Bäunker. Das sei sowohl ökologisch als auch denkmalgerecht. Die Innenwände werden lediglich neu gestrichen. Die denkmalgeschützen Fenster bleiben erhalten, von innen wird jedoch ein Holzfenster mit Isolierverglasung davorgesetzt.

Der Experte geht davon aus, dass die Sanierungsmaßnahmen ungefähr fünf Monate dauern werden. Das hieße, dass die IG Katzenholz, der Hegering Sepnge und die Wald-Kita im September Eröffnung feiern könnten. Ziel ist es, das Haus zu einer generations- und kulturübergreifende Begegnungsstätte zu machen. Wie Andreas Guder von der IG Katzenholz, erklärte, ist eine ganzjährige Nutzung für naturpägagogische Bildung, Heimatkunde, kulturelle Angebote und Kurse geplant.

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