1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Spenge
  6. >
  7. „Ich habe weiter Lust zu gestalten“

  8. >

Spenges Bürgermeister Bernd Dumcke kandidiert für eine dritte Amtszeit

„Ich habe weiter Lust zu gestalten“

Spenge (WB). Seit 2009 ist Bernd Dumcke bereits Stadtoberhaupt in Spenge. Und er würde gerne noch fünf Jahre dranhängen. „Die Luft ist noch nicht raus. Ich habe weiter Lust zu gestalten“, sagt der Bürgermeister. Am 13. September kandidiert der 58-Jährige zum dritten Mal für die SPD.

Ruth Matthes

Das Werburg-Ensemble mit dem Herrenhaus gehört zu den Lieblingsorten des Spenger Bürgermeisters. Bernd Dumcke möchte die Arbeit für seine Heimatstadt gerne fortsetzen. Er kandidiert bei der Kommunalwahl am 13. September zum dritten Mal als Bürgermeisterkandidat der SPD. Foto: Ruth Matthes

„Es gibt zwei Typen von Bürgermeistern: Der erste ist der Macher und Entwickler, der zweite der Verwalter und Bewahrer“, erklärt Dumcke. Er zähle sich zu den ersten. „Der abgewrackte ZOB und die alte Charlottenburg mussten einmal erneuert werden, und der Blücherplatz mit seinen abgeplatzten Steinen muss ebenfalls dringend saniert werden. Bewahren macht da keinen Sinn“, betont er.

Substanzerhalt

An vielen Stellen seien in den vergangenen Jahren Erneuerungen gelungen. Nun gelte es, deren Substanz zu erhalten. „Wir müssen in die kommunale Infrastruktur auch etwas reinstecken, wie zum Beispiel in die Schulen“, sagt er. „Mein Anspruch ist, dass die Menschen aus vollem Herzen sagen können, dass sie gerne in Spenge wohnen.“

Der Bürgermeister zog selbst 1993 nach Spenge. Damals war er bei der Stadt Bielefeld beschäftigt. „Ich habe zusammen mit drei Kollegen der Stadt Spenge an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung studiert“, erzählt er. Sie machten ihn auf das Baugebiet in Lenzinghausen aufmerksam, in dem er heute mit seiner Frau lebt.

Verwaltungsfachmann

Bernd Dumcke hat das Verwaltungswesen von der Pike auf gelernt. Vom Mittleren Dienst arbeitete er sich bis zum Abteilungsleiter für Straßen-Instandhaltung und -Beschilderung hoch.

Da er sich in seiner neuen Heimat auch politisch engagieren wollte, nahm Dumcke Kontakt mit der SPD-Fraktion auf und wurde mit offenen Armen empfangen. „Wir freuen uns immer noch über jeden, der sich engagiert. Ein Gemeinwesen funktioniert nur, wenn viele mitmachen“, sagt er.

Zukunftspläne

2004 wurde Dumcke erstmals in den Rat gewählt, 2009 kandidierte er erstmals als Bürgermeister. Für seine potenzielle dritte Amtszeit hat er sich unter anderem folgende Ziele gesetzt: Bis 2025 sollen die Leichtathleten auf dem Sportplatz Holzwiese auf einer Tartan- statt einer Aschebahn trainieren, am Kunstrasenplatz in Bardüttingdorf sind dann Umkleide- und Duschräume gebaut worden, die Dreifachsporthalle an der Holzwiese hat eine energieeffiziente Beleuchtung und einen neuen Sportboden erhalten.

Im Kulturbereich setzt Dumcke weiter auf das Werburg-Museum als Anziehungspunkt, den auch er immer wieder gerne besucht. Der Blücherplatz werde 2025 das Stadtbild weiter aufwerten, die Feuerwehr Lenzinghausen habe dann ein neues Gerätehaus.

Umweltschutz

Wichtig ist Dumcke zudem die CO2-Bilanz der Stadt. Einen Klimamanager brauche er dafür nicht: „Wir haben genug eigene Ideen, das Gehalt stecken wir lieber in Fotovoltaik-Anlagen auf öffentlichen Gebäuden wie Rathaus und Schulen, wo auch viel Strom verbraucht wird.“ Zudem würden drei E-Autos angeschafft. Druckentwässerungsanlagen sollen mit stromsparender neuer Technik ausgestattet werden.

Und was macht der Kandidat in seiner knappen Freizeit? Er kümmert sich um seinen Garten und steht gerne am Herd. Am liebsten kocht er gemeinsam mit zwei Freunden. „Dreimal im Jahr treffen wir uns und bekochen unsere Frauen mit einem dreigängigen Menü“, erzählt Dumcke. Für die warme Jahreszeit empfiehlt er Lachs oder Dorade mit frischem Salat oder leichtem Gemüse.

Startseite
ANZEIGE