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Hauptausschuss beschäftigt sich mit Anregung von Lenzinghauser Bürgern – neue Idee

Idee: Turm des Spritzenhauses erhalten

Spenge (WB)

Die einen möchten es so schnell wie möglich abreißen, die anderen würden es gerne unter Denkmalschutz sehen: Mit der Zukunft des maroden Spritzenhauses in Lenzinghausen hat sich der Hauptausschuss am Donnerstag beschäftigt.

Ruth Matthes

Foto:

Ralf Sieker (UWG) hatte schließlich die Idee, mit der sich alle anfreunden konnten: den Erhalt des Turmes zu prüfen.

Das Spritzenhaus in Lenzinghausen ist seit Jahren ungenutzt. Die Stadt Spenge will es abreißen, weil es unrettbar sei und mittlerweile zur Gefahr werde, wie Bürgermeister Bernd Dumcke erklärte. Die Stadt habe das daneben liegende Grundstück ersteigert, weil dort der Abwasser-Hauptsammler liege. Südlich des Sammlers bliebe noch ausreichend Platz für ein Einfamilien- oder Doppelhaus. Über dem Hauptsammler möchte die Verwaltung einen Blühstreifen anlegen und auch die Fläche des Spritzenhauses könne nach dem Abriss mit Anpflanzungen versehen werden, sagte Dumcke.

Die Interessengemeinschaft für den Erhalt des Spritzenhauses möchte hingegen, dass die Stadt das Spritzenhaus auf Denkmalwürdigkeit prüfen lässt, saniert und zusammen mit der Bevölkerung eine sinnvolle Nutzung sucht. In der Anregung schreibt Andreas Gittel, Kreisvorsitzender für „Die Partei“ von einem „der wenigen Wahrzeichen Lenzinghausens“. Es habe feuerwehrhistorische Bedeutung, sei identitätsstiftend und ein Symbol für bürgerliches Engagement.

Dass das Haus ein Wahrzeichen sei, bezweifelte nicht nur Rainer Kalla (FDP), der von einer sinnlosen Verschwendung von Steuergeldern sprach und darauf verwies, dass der Ortsteil mit Mehrzweckhalle, Bürgerbegegnungszentrum und Hühnerhaus genügend Treffpunkte habe. Auch Michael Finkemeier (SPD) konnte keine historische Bedeutung erkennen. André Schröder (Die Grünen) erklärte, eine Sanierung durch die Stadt sei wirtschaftlich nicht leistbar. Lars Hartwig (CDU) betonte, es gebe Projekte wie zum Beispiel das Freibad, die identitätsstiftender seien und wo das Geld besser angelegt sei.

Ralf Sieker schlug vor, die Verwaltung solle prüfen, ob es möglich sei, den Turm alleine stehen zu lassen, um dort Nistmöglichkeiten für Fledermäuse und Vögel zu schaffen. Der Erschließung des Nachbargrundstücks stehe das nicht im Wege. Dieser Idee schlossen sich die anderen Fraktionen an. Auch Gittel begrüßte den Vorschlag. Die Verwaltung wird nun mit einem Architekten die Statik prüfen und im März berichten.

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