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Orthopädieschuhtechniker zieht von Westerenger in ehemaliges Restaurant in Lenzinghausen

Im „Helena“ gibt‘s nun Einlagen

Spenge (WB)

Das gelbe Eckhaus an der Bielefelder Straße in Lenzinghausen ist vielen als Restaurant „Helena“ in Erinnerung. Nach der Schließung ist nun wieder Leben in dem Gebäude. Orthopädieschuhtechniker Chrisovalantis Tsotsis ist mit seinem Betrieb Orthopelma von Wes­terenger dorthin gezogen.

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Orthopädieschuhtechniker-Meister Chrisovalantis Tsotsis hat mit Elke Wallis und der Auszubildenden Denia Prinz die neuen Räumlichkeiten in Lenzinghausen bezogen. Foto: Daniela Dembert

„Wenn man als Unternehmen wachsen will, braucht man Platz“, sagt der Betriebswirt. Für Empfang, Beratung, Lager und Werkstatt stehen Tsotsis und seinen beiden Mitarbeiterinnen jetzt etwa 200 Quadratmeter zur Verfügung.

Gerne würde der 40-Jährige noch einen Mitarbeiter für den Empfang einstellen und einen Ausbildungsplatz besetzen. Dabei liegt sein Hauptaugenmerk nicht auf dem Schulabschluss. „Wichtig ist handwerkliche Begabung und Spaß am Arbeiten mit Menschen.“

Wichtig für die kompetente Betreuung der Kunden sei ein ganzheitlicher Ansatz, erklärt Tsotsis: „Wir nehmen uns Zeit und schauen, wie sieht der Fuß aus, wie ist das Gewebe, wie steht der Mensch. Warum braucht er Einlagen und für welchen Schuh? Es macht einen Unterschied, ob man mit dem Hund spazieren geht oder in elegantem Schuhwerk den Tag lang am Schalter einer Bank steht.“ Individuelles Anpassen der Einlagen an Fuß und Schuh sei notwendig.

90 Prozent der Menschen, schätzt der Fachmann, haben eine Fußfehlstellung, die oft über Jahrzehnte keine Beschwerden verursacht, weil sie vom Körper kompensiert wird. Anzeichen wie Vorderfuß-, Knie- und Rückenschmerzen können Hinweise auf eine Fehlstellung sein, deren Symptome durch Einlagen gemildert werden können. Bei Kindern sei ein Knick- oder Plattfuß typisch, jedoch oft nicht bedenklich, sagt Tsotsis: „Kinderfüße sind noch in der Entwicklung. Durch Gymnastik kann viel erreicht werden. Nicht immer müssen Einlagen her.“

Mittlerweile sei das Einzugsgebiet seiner Praxiswerkstatt recht groß und er träume von einer Niederlassung in Bielefeld, erzählt Tsotsis.

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