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Ehrenamtliche wollen Biotop zum Naherholungsgebiet in Spenge entwickeln

Im Katzenholz die Natur genießen

Spenge (WB). Nach und nach weicht das wuchernde Gehölz und gibt den Blick wieder frei auf das Biotop im Katzenholz. Engagierte Spenger haben sich am Samstag zum Frühjahrsputz getroffen.

Daniela Dembert

Den anfallenden Baumschnitt verarbeiten Uwe Beilke, Jochen Friede und Hans Janzen (von links) im unteren Bereich der Hainbuchenhecke entlang des Biotops zu einer Benjeshecke, die Kleintieren Schutz und Nistmöglichkeiten bietet. Foto: Daniela Dembert

Mitglieder der Interessengemeinschaft (IG) Katzenholz, des Hegerings, zwei der von Asyl Spenge betreuten Geflüchteten und weitere Helfer haben mit Genehmigung des Forstamtes und der Unteren Landschaftsbehörde Hand an das Gehölz rund um den ehemaligen Teich im Wald gelegt. »Bis Ende Februar wollen wir hier fertig sein, um das Brutgeschäft nicht zu stören«, erklärt Andreas Guder.

Jägerschaft an der Seite

Der Vorsitzende der IG und ein Dutzend Unterstützer nutzen das frühlingshafte Wetter, um Bäume und Büsche zu stutzen. »Wir möchten den Erholungswert am Biotop erhöhen und wieder mehr Einblick gewähren, so dass bei Lehrführungen mit Schulklassen gut erkennbar ist, welche Pflanzen es im Einzelnen sind, die dieses Gelände ausmachen«, so der Naturpädagoge.

Natürlich, so versichert Guder, werde kein Radikalkahlschlag betrieben. Mit Jochen Friede habe man einen Vertreter der Jägerschaft mit Expertise in Sachen Forst an der Seite. Hauptsächlich seien Weiden zurückgeschnitten worden, einige davon ließe man bewusst stehen als Ansitze für Eisvögel und als eine der ersten Nahrungsquellen des Jahres für Bienen.

Baumpate gesucht

Den Gehölzschnitt stapeln die Helfer als Benjeshecke unter die Hainbuchenreihe entlang des Biotops. Durch den Kreisbauhof ist die Brücke über den Bach wieder ertüchtigt worden.

»Sieht schon gut aus«, meint Guder, hat aber noch mehr vor: In einem nächsten Arbeitseinsatz sollen die sechs Sitzbänke im Wald wieder auf Vordermann gebracht werden. Austauschbohlen hat die IG bereits beim Tischler geordert, noch intakte Bänke sollen gereinigt, geschliffen und neu gestrichen werden.

Die IG möchte die Bevölkerung ins Boot holen: »Wir suchen Paten, die die Gestaltung einer Bank übernehmen möchten und diese künftig pflegen«, erzählt Guder. Die Paten dürften nach eigener Kreativität gestalten. Ob schlicht in Schwedenrot oder ein farbenfroher Hingucker mitten im Wald; »man soll sehen, dass hier etwas geschieht und die Lust auf eine Entdeckungstour durch den Wald soll geweckt werden.« Wer Interesse an einer Bank-Patenschaft hat, kann sich unter 05225/1091 bei Andreas Guder melden.

Offener Boulestreff geplant

Noch eine Idee für mehr Aufenthaltsqualität im Wald setzt die IG derzeit um: Neben dem Hühnerhaus wurde der Waldboden von Laub und Kräutern befreit und dient nun als Boules-Bahn. Zwar ist das Gelände dort einen Hauch abschüssig, »aber das ist es ja für jeden Spieler gleichermaßen«, meint Maria Janzen. Ein regelmäßiger, offener Boulestreff soll entstehen. Es zeige sich bei Spielen immer wieder, dass Passanten gern zu einem Schwätzchen verweilten.

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