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Volksbank-Stiftung spendet neuen Defibrillator an das Deutsche Rote Kreuz in Spenge

»Im Notfall zählt jede Minute«

Spenge (WB). Früher kannte der Bürger einen Defibrillator nur aus dem Fernsehen. Und selbst in der Schwarzwaldklinik gab es so einen Lebensretter nur im Operationssaal. Dank des Engagements der Volksbank-Stiftung Bad Oeynhausen-Herford sind sie in der Region mittlerweile in vielen öffentlichen Gebäuden Standard. Andreas Kelch übergab jetzt einen Defibrillator im Wert von 2500 Euro an das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Spenge.

Thomas Klüter

Einfach zu bedienen: Bernd Dumcke (von links), Vorsitzender des DRK Spenge, Andreas Kelch von der Volksbank -Stiftung, der Zweite Vorsitzende des DRK Spenge Thorsten Herklotz und Medizinprodukteberater Carsten Holtgrefe testen den neuen Defibrillator. Foto: Thomas Klüter

»Wir engagieren uns seit sechs Jahren in dem Bereich«, sagte Andreas Kelch von der Volksbank-Stiftung. »In unserem Einzugsgebiet haben wir schon 96 Defibrillatoren gespendet.« Die automatischen Lebensretter seien mittlerweile so konzipiert, dass wirklich jeder sie bedienen könne, sagte Carsten Holtgrefe vom Unternehmen Struck Medizintechnik aus Enger. »Man kann dabei nichts falsch machen, das Gerät gibt genaue Anweisungen, misst selbst die Vitalfunktionen und entscheidet, ob ein Schock nötig ist«, erklärte Holtgrefe.

Wichtig: überhaupt helfen

»Wichtig ist, dass man überhaupt hilft«, sagte Kelch. Denn bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zähle jede Sekunde. »Pro Minute nimmt die Überlebenschance des Betroffenen um zehn Prozent ab«, so Kelch. Und auch wenn, wie in Spenge, die Ankunftszeiten der Ärzte im Notfall kurz seien, könnten ein paar Minuten schon über Leben und Tod entscheiden.

In der Stadt gibt es daher bereits Defibrillatoren in den Schulen und den beiden Freibädern. Der jetzt übergebene automatische Lebensretter beim DRK an der Immanuel-Kant-Straße ersetzt den bisher dort stationierten Defibrillator. »Das alte Gerät war in die Jahre gekommen«, sagte Holtgrefe. Und wegen der technischen Entwicklungen und des Alterungsprozesses sei der Austausch nötig gewesen. »Dadurch entsprechen jetzt alle Geräte im Kreis Herford dem gleichen Bedienungsstandard«, sagte der Medizinprodukteberater. Und dadurch hätten die Menschen im Notfall weniger Hemmung tatsächlich zu helfen.

Kinderleichte Bedienung

Die Rotkreuzler wissen natürlich, wie so ein Gerät bedient wird und sie vermitteln das auch Schülern, Institutionen und Vereinen. Gerade im Sportbereich seien mobile Defibrillatoren wichtig, die am Spielfeldrand schnell eingesetzt werden können, sagte Andreas Kelch. Die Bedienung sei wirklich kinderleicht »und das einzige, was man falsch machen kann, ist gar nicht zu helfen.«

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