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Kirchengemeinden in Enger und Spenge richten Orgeltag aus

Königin der Instrumente im Fokus

Spenge/Enger (dd). »Orgeln werden häufig eher als Bauwerke wahrgenommen denn als Instrumente«, sagt eine, die sich mit der Materie bestens auskennt. Johanna Wimmer, Kantorin der Evangelischen Kirchengemeinde Enger, hat sich für den ersten Westfälischen Orgeltag einiges einfallen lassen, um Groß und Klein für das sperrige Instrument zu begeistern. Im Dezember 2017 ist Orgelmusik in Deutschland durch die UNESCO zum immateriellen Weltkulturerbe erklärt worden.

Die Kirchenchöre aus Wallenbrück und Westerenger singen gemeinsam unter der Leitung von Dr. Hinrich Paul.                                                                                                                  Foto: Daniela Dembert

Ein guter Grund für die Evangelische Kirche von Westfalen, dem Instrument einen Aktionstag zu widmen. In Spenge entstand im Zuge einer Orgelroute, auf der neben Klein-Aschen und Wallenbrück auch Groß-Aschen und Hoyel liegen, sogar eine Kooperation mit dem benachbarten Niedersachsen. Drei Konzerte konnten Interessierte auf dieser Strecke besuchen und beim Lindenblütenfest in der Wallenbrücker Marienkirche abschließend eine Melange verschiedener Musiken genießen.

»Hemmschwelle überwinden«

»Gerade weil sie so komplex ist, ist die Orgel so ein interessantes Instrument. Die Hemmschwelle, sich damit zu befassen, muss nur überwunden werden«, findet Johanna Wimmer. Führungen, eine Matinee, ein Kinder-Mitmach-Konzert, ein Register-Quiz und Erlebnisstationen luden Kinder und Erwachsene zum Kennenlernen der Orgel in die Engeraner Stiftskirche und das Gemeindehaus ein.

Bereits zum siebten Mal wurde in Wallenbrück das Lindenblütenfest gefeiert, zum ersten Mal mit Anbindung an den Orgeltag. Gestaltet vom Posaunen- und Projektchor Wallenbrück, den Kirchenchören Wallenbrück und Westerenger sowie den Solisten Claudia Besler und Tatjana Fuchs sowie den Organisten Matthias Menzel und Dr. Hinrich Paul bot das Lindenblütenfest eine Mischung aus Instrumentalmusik und Gesang, aus weltlichen und sakralen Klängen. »Musik ist eine unfassbare Gabe, die von Weisheit und Fantasie geprägt ist. Melodien, die sich an bestimmte Ereignisse koppeln, sind oft für immer Teil unserer Lebensgeschichte«, sagte Hartmut Grothaus, der mit Wortbeiträgen unter anderem von Theodor Storm durch die Veranstaltung führte.

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