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Ehepaar Guder aus Spenge plant nächsten Transport – Ultraschallgerät für überlastete Klinik

Mehr als 50.000 Euro für die Ukraine gesammelt

Spenge

Lebensmittel, Schlafsäcke, Medikamente, Funkgeräte und Stromgeneratoren. In den vergangenen Monaten hat das Ehepaar Alona und Maximilian Guder dank der Unterstützung vieler Privatpersonen und Unternehmen schon verschiedenste Güter auf den Weg ins Kriegsgebiet in der Ukraine geschickt. In dieser Woche ist es ein Ultraschallgerät für 7300 Euro, das in das Krankenhaus von Oratiw, dem Heimatort von Alona Guder, gebracht wird.

Von Daniela Dembert

Alona und Maximilian Guder sammeln seit Monaten Sach- und Geldspenden für die Ukraine. Unterstützung bekamen sie von Philipp Holtmann und Kevin Becker vom TuS Spenge durch ein Benefiz-Spiel, bei dem Geld für ein Ultraschallgerät zusammen kam.

„Durch die vielen Binnenflüchtlinge ist die Zahl der Bewohner des Ortes, der etwa 190 Kilometer südwestlich von Kiew liegt, auf weit mehr als das Doppelte angestiegen und das Krankenhaus hat seine Kapazitäten ausgereizt“, erklärt Maximilian Guder. Möglich wurde die Anschaffung durch die Spende von 7900 Euro, die der TuS Spenge bei seinem Benefizspiel am 23. April eingenommen hatte.

Insgesamt haben die Guders bisher mehr als 50.000 Euro an Spendengeldern und unzählige Sachspenden zusammengetragen und in die Ukraine schicken können. „Die Menschen aus Spenge und Umgebung haben Großartiges geleistet“, findet Guder. „Wenn man sieht, dass Einzelne schon das dritte oder vierte Mal zu uns kommen und bei ihrem Wocheneinkauf auch Hygieneartikel und Lebensmittel im Wert von 50 Euro für unsere Transporte gekauft haben, ist das aller Ehren wert.“

Auch viele Firmen hätten sich mit Spenden beteiligt und palettenweise Lebensmittel, Medikamente und andere Hilfsgüter gespendet. Aktuell organisieren Guders ihren vierten und vorerst letzten Lkw-Transport. Dieser ist bereits zu zwei Dritteln mit Unternehmensspenden gefüllt und soll Ende des Monats starten. Über weitere haltbare Lebensmittel, Hygieneprodukte, Medikamente und Babynahrung, die den Transport komplettieren, würden sich die Organisatoren freuen. „Jede Sachspende, jeder Cent zählt und kommt garantiert bei den Betroffenen an“, versichert Guder. Gerne würden die Guders ihre Hilfsbrücke aufrecht erhalten und hoffen auf weitere Firmen, die sich mit Sachspenden daran beteiligen.

Unternehmen  haben palettenweise Lebensmittel gespendet. Aktuell organisieren Guders ihren vierten und vorerst letzten Lkw-Transport. Foto: privat

Geldspenden sind ebenfalls nach wie vor willkommen, denn auch in hochpreisige Medikamente ist in den vergangenen Wochen schon investiert worden, wie Guder berichtet: „Wir haben beispielsweise ein Krebsmedikament besorgt, von dem eine 14-Milliliter-Ampulle 1700 Euro kostet. Aber auch so etwas wird gebraucht. Die hat unser Fahrer dann in seiner Kühltasche mitgenommen.“

Der Transport der Güter könne glücklicherweise recht preisgünstig als Rückfracht eines Ukrainischen Speditionsunternehmens laufen, es müsse lediglich einmal vollgetankt werden. „Das allein hat uns beim letzten Mal 800 Euro gekostet“, so Guder.

Wer Sachspenden an die Annahmestelle im Pappelweg 1 liefern möchte, wird gebeten, sich bis zum 25. Mai telefonisch unter 0176/31259185 zu melden.

Spendenkonto: Max & Alona Guder, IBAN: DE53 4949 0070 0082 9492 00.

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