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Evangelische Gemeinde Spenge will neuen Service organisieren

Mit dem Fahrdienst zur Kirche

Spenge (WB). Die Gotteshäuser könnten voller sein. Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Spenge bringt deshalb einen neuen Service ins Gespräch: einen Fahrdienst zu den Gottesdiensten in der St.-Martins-Kirche.

Gerhard Hülsegge

Anna-Maria Pfotenhauer möchte, dass für die Gottesdienstbesucher ein Fahrdienst eingerichtet wird, damit sie sonntags in die St.-Martins-Kirche kommen können. Gesucht werden Autofahrer, die bereit sind, Fahrgäste mitzunehmen. Foto: Gerhard Hülsegge

»Ich habe eine Tante in Bonn, die ist 92 Jahre alt. Sie hat mir erzählt, dass es dort schon so etwas gibt und sie es sehr schön findet«, berichtet Anna-Maria Pfotenhauer. Die Spenger Kirchenmusikerin aus Preußisch Oldendorf kann sich deshalb vorstellen, dass das Angebot auch in Spenge auf Gegenliebe stößt. Von einigen Gemeindegliedern hat sie auch schon positive Rückmeldungen bekommen.

Fahrer-Liste ist denkbar

In der Tat gibt es sicherlich viele, insbesondere ältere Menschen, die sonntags gerne den Gottesdienst besuchen würden. Weil sie aber eingeschränkt sind, vielleicht kein Auto haben und auf Hilfe angewiesen sind, den Weg in die Kirche scheuen. Sie begnügen sich in der Regel mit den Gottesdienst-Übertragungen im Radio oder im Fernsehen. Andere möchten den Kindern, Enkeln oder Nachbarn nicht zur Last fallen und bitten deshalb nicht darum, sie zur heimischen Kirche zu fahren.

Die evangelische Kirchengemeinde in Spenge möchte den Fahrdienst versuchsweise in den nächsten Monaten einrichten. »Es wäre zum Beispiel möglich, eine Liste zu erstellen, die für jeden Gottesdienst in den kommenden Monaten angibt, wer an den jeweiligen Sonntagen zu fahren bereit wäre. Interessenten könnten dann die für den betreffenden Sonntag notierten Fahrer anrufen und sich abholen lassen«, so Pfotenhauer. Möglich seien aber auch andere Modelle. Die für Spenge beste Lösung soll im Gespräch gefunden werden.

Jeder Chauffeur willkommen

Deshalb sind alle Interessierten für Dienstag, 12. März, 18 Uhr, ins evangelische Gemeindehaus an der Langen Straße 72 eingeladen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Gesucht wird die praktikabelste Lösung.

Um den Fahrdienst in Gang zu setzen, ist es laut Pfotenhauer zunächst wichtig zu wissen, wie viele Menschen überhaupt ein Interesse an einem Fahrdienst haben. Jene, denen die Chauffeur-Dienste eine Hilfe sein könnten, werden gebeten, sich unverbindlich bei Anna-Maria Pfotenhauer (Telefon 05742/703978 und annamariapfotenhauer@web.de) oder im Gemeindebüro (Telefon 05225/859290) zu melden.

Danach werden Fahrer benötigt. Wer also gelegentlich mit dem Auto zum Gottesdienst fährt und sich vorstellen kann, dabei andere Gemeindeglieder mitzunehmen, sollte sich ebenfalls melden. Dabei ist es egal, ob sich die Chauffeure auf viele, wenige oder nur einzelne Termine festlegen möchten. »Je mehr Fahrer und Fahrerinnen es sind, desto leichter können alle Sonntag mit einem Fahrangebot abgedeckt werden«, meint Anna-Maria Pfotenhauer.

Eventuell auch in Ortsteilen

Auch kann sie sich vorstellen, dass das Angebot, wenn es mit Erfolg angelaufen ist, auf Spenges Ortsteile ausgeweitet wird. Eine Bedürftigkeitsprüfung soll es nicht geben.

Dafür soll ab sofort gelegentlich nach dem sonntäglichen Vormittagsgottesdienst in der St.-Martins-Kirche ein Kirchcafé im benachbarten Gemeindehaus angeboten werden. Die Erfahrung vom 20. Januar hat laut Pfotenhauer gezeigt, dass auch hieran durchaus Interesse besteht, um die Möglichkeit des Verweilens und des Austauschs zu nutzen. Wer bei der Organisation mithelfen möchte, darf sich ebenfalls gerne bei ihr melden. Die konkreten Café-Termine sind noch festzulegen. In Hücker-Aschen findet das Kirchcafé bereits in der Regel am ersten Sonntag und in Lenzinghausen am ersten und zweiten Sonntag des Monats statt.

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