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Spengerinnen entdecken illegal abgeladenen Abfall – Verursacher erwarten hohe Strafen

Müllberge in Hücker-Aschen

Spenge (WB/bo). Entsetzt kamen Barbara Zudak und Anneliese Adolph am Montagnachmittag von ihrer Walking-Runde durch Hücker-Aschen zurück. Gleich an drei Stellen stießen sie auf illegale Müllablagerungen.

Große Mengen an Farbdosen und Dichtungsmittel-Kartuschen fanden die beiden Frauen am Montagnachmittag am Gehlenbrink gegenüber des Bohnenkampswegs. Foto: Adolph

Am Gehlenbrink, gegenüber der Einmündung des Bohnenkampswegs, wurde direkt an der Straße eine große Menge Farbdosen und Dichtungsmittel-Kartuschen abgeladen. »Vermutlich hat hier jemand seinen kompletten Bestand aus dem Renovierungs-Schrank entsorgt«, meinen die Frauen.

Etwas weiter am Bohnenkampsweg (in der Nähe des Franziska-Spiegel-Gedenksteines) lag ein Haufen mit weißem Kies und knapp 30 Pflastersteinen. Direkt daneben noch ein großer Haufen mit trockenem Laub. Und weiter beim Gang auf dem Sattelmeierweg in Richtung Hücker-Aschen fanden sie auf halbem Weg einen Haufen mit Brettern und Balken im Gebüsch.

»Immer wieder wird an diesen Orten Müll illegal entsorgt«, sagt Doris Bartelheimer, Leiterin des Umweltamtes der Stadt Spenge. »Hier ist es dunkel und es fahren nur wenige Autos. Die Verursacher fühlen sich scheinbar unbeobachtet«, sagt sie.

Müll in der Landschaft zu entsorgen, sei kein Kavaliersdelikt, warnt Bartelheimer. Wer auf frischer Tat ertappt oder als Verursacher ermittelt wird, müsse die Kosten für die Entsorgung, den Stundenlohn der Bauhof-Mitarbeiter und ein dickes Bußgeld zahlen. »Wer jemanden dabei beobachtet, wie er Müll entsorgt, ruft am besten direkt die Polizei an und erstattet Anzeige«, sagt Doris Bartelheimer.

Ansonsten sollten Bürger das Ordnungsamt oder das Umweltamt informieren. »Wir sind dazu verpflichtet, den Müll zu entsorgen. Unsere Bauhof-Mitarbeiter schauen dabei genau, ob sie im Müll zum Beispiel alte Rechnungen mit Adressen finden, um den Verursacher zu ermitteln«, sagt die Leiterin des Umweltamtes.

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