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Bonitas baut »kleines Heim« – Ärztehaus auf Seippel-Gelände geplant

Neues Leben an der Langen Straße

Spenge (WB). Es tut sich was an der Langen Straße. Eine Senioreneinrichtung, ein großer Bäcker und möglicherweise auch ein Ärztehaus sollen in bester Lage mitten in Zentrum entstehen.

Christina Bode

Zwei Gebäude sollen an der Langen Straße gegenüber der Kirche, direkt neben dem Friedhof entstehen. Foto: Grafik: Bokermann Immobilien

Erst vor einigen Wochen fanden Archäologen auf dem Grundstück Lange Straße/Bussche-Münch-Straße Spuren der ersten Siedler. Nachdem diese Spuren gesichert wurden, kann dort nun mit dem Bau des Wohn- und Geschäftshauses begonnen werden. »Aktuell läuft die Ausschachtung des ersten von insgesamt zwei Gebäuden«, sagt Ulrich Inderwisch, Projektleiter für die ausführende Firma Bokermann Immobilien aus Bielefeld.

In dem Gebäudeteil parallel zur Langen Straße (siehe Grafik) wird der Pflegedienst Bonitas auf zwei Etagen ein »kleines Heim« einrichten. »Mit dieser Art von Senioreneinrichtung haben wir bereits gute Erfahrungen gemacht«, sagt Bonitas-Geschäftsführer Lars Uhlen.

20 Pflegeplätze auf zwei Ebenen

Auf zwei Ebenen werden dann 20 Pflegeplätze zur Verfügung stehen. »Unser Konzept sieht vor, dass die Bewohner wie in einem herkömmlichen Heim untergebracht sind, nur mit doppel so viel Personal«, erklärt Uhlen.

Bewohner hätten so die Möglichkeit, weiter nach ihren Gewohnheiten zu leben. Außerdem könne ihnen mehr Programm geboten werden. Während normale Heimzimmer standardmäßig knapp 15 Quadratmeter groß seien, können Bewohner der kleinen Heime auf 22 Quadratmetern leben. »Und das zu nahezu identischen Preisen«, sagt Uhlen.

Ende 2020 sollen die Zimmer bezugsfertig sein. Wer Interesse an einem Platz hat, kann sich bei Natascha Kieslich (Telefon 05221/6999200) melden. Auch Personal wird gesucht.

In das Nachbargebäude wird laut Inderwisch eine Bäckereifiliale mit Außengastronomie einziehen. Außerdem ein Friseur und eine psychologische Praxis, einige Räume will der Kreis Herford für eine Außenstelle des Jugendamts anmieten. In den Dachgeschossen sollen acht bis zehn Wohnungen entstehen.

Seippel-Haus

Auch einige Grundstücke weiter am Haus Seippel tut sich etwas. Seit in dem Gebäude vor etwa eineinhalb Jahren ein Geldautomat gesprengt wurde, ist das Haus nicht mehr bewohnbar. Die Firma Bokermann Immobilien reißt die Ruine nun ab. »In der kommenden Woche sollte das Grundstück geräumt sein«, sagt Projektentwickler Ulrich Inderwisch. Noch sei nichts in trockenen Tüchern, aber wenn alles gut ginge, solle hier ein Ärztehaus entstehen, sagt er. Falls das nicht klappt, würde ein Wohnhaus gebaut.

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