Spenger Party am Vatertag verboten: Wer gegen Corona-Regeln verstößt, wird zur Kasse gebeten

Polizei kontrolliert am Moor

Spenge (WB)

Am Hücker Moor ist es derzeit sehr ruhig, es sind nur wenige Spaziergänger unterwegs. Und das soll auch an Christi Himmelfahrt so bleiben. Dafür wird die Polizei sorgen. „Wir werden dort verstärkt kontrollieren – genauso wie in den vergangenen Jahren“, sagt Polizeisprecherin Simone Lah-Schnier.

Kathrin Weege

In den Jahren vor der Corona-Pandemie versammelten sich mehr als 1000 vor allem Jugendliche am Hücker Moor. 2020 und auch dieses Jahr ist das strengstens verboten. Die Polizei kündigt an, am Hücker Moor verstärkt zu kontrollieren. Foto: Daniela Dembert

Ähnlich im Corona-Jahr 2020 appellieren die Stadt Spenge und die Polizei an die Bürger, sich auch am Vatertag, an dem in „normalen“ Jahren viele Gruppen mit Bollerwagen unterwegs sind, zu Hause zu bleiben. Wer raus geht, müsse sich zwingend an die geltenden Regeln der Coronaschutzverordnung halten.

Das Hücker Moor war bei Vatertagsausflüglern stets sehr beliebt. In einigen Jahren kamen dort mehr als 1000 Leute hin, die häufig auch jede Menge Alkohol konsumierten. Es handelte sich vor allem um Jüngere, die das Moor als Ziel ihrer Bollerwagentour auserkoren hatten.

Ein weiteres Problem: Die Feiernden hinterließen ihren Müll direkt in der Natur. Jede Menge Becher, Flaschen – alles wurde einfach weggeworfen. Die Moorstraße betraf dies extrem, so dass die Stadt nach dem Ausflugstag dort Unmengen von Abfall wegräumen musste.

Da es wegen des Alkohols auch schon zu Ausschreitungen kam, zeigt die Polizei seit Jahren mit Teilen einer Einsatzhundertschaft zu Himmelfahrt verstärkte Präsenz an dem Gewässer in Spenge. Mit Erfolg.In den letzten Jahren blieb es relativ ruhig am Vatertag – 2020 ganz besonders. Nur ganz vereinzelt waren Fußgänger oder Radfahrer dort unterwegs. Größere Gruppen waren nicht am Moor.

Die Polizei kontrolliert am Donnerstag am Hücker Moor. Denn: Die Corona-Schutzverordnung und die Bundesnotbremse lassen keine Versammlungen zu.

Wer dagegen verstößt, der wird dann auch zur Kasse gebeten. „Sollte es zu illegalen Zusammenkünften im öffentlichen Raum kommen, wird ein Bußgeld fällig“, sagt Lah-Schnier. Günstig wird es dann nicht: 250 Euro gilt es zu zahlen. 2020 seien die Bürger sehr vernünftig gewesen. „Wie gehen davon aus, dass das wieder so läuft. Auch in Sozialen Medien war nichts von geplanten Treffen dort zu finden“, so die Polizeisprecherin.

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