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Erste öffentliche Ladesäule für Elektroautos in Spenge in Betrieb

Rathaus-Vorplatz wird zur Tankstelle

Spenge (WB). »Es funktioniert«, stellt Frank Wohlgemuth, Kommunalbetreuer des Energieversorgers Westfalen Weser Netz erfreut fest. Gemeinsam mit Jens Nickolaus von der Stadtverwaltung und Bürgermeister Bernd Dumcke hat er am Donnerstagnachmittag die erste öffentliche Ladesäule für Elektroautos direkt vor dem Rathaus in Spenge an der Langen Straße in Betrieb genommen.

Gerhard Hülsegge

Bürgermeister Bernd Dumcke (von links), Frank Wohlgemuth und Jens Nickolaus sorgen für Auto-Strom. Foto: Gerhard Hülsegge

7000 Euro wurden für die Installation der neuen E-Tankstelle aufgewendet. Die Kommune kostet der Service wenig bis nichts – sie stellt als Anteilseigner am Unternehmen Westfalen Weser Energie lediglich das Grundstück und einen Parkplatz zur Verfügung. Bei Bedarf könnten es später zwei Parkplätze werden. Gefördert wird die Maßnahme auch vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Nach zwei Stunden Ladezeit 100 Kilometer weit fahren

An der Elektro-Ladesäule ist eine 22 Kilowatt-Leistung abrufbar. 20 Kilowatt pro Stunde benötigt ein Elektroauto im Durchschnitt auf 100 Kilometern. Ausschlaggebend für den Verbrauch ist der Wechselrichter im Fahrzeug. »In der Regel nimmt die Ladezeit drei Stunden in Anspruch. Bei manchen Fahrzeug-Typen sind aber auch nur 45 Minuten nötig«, sagte Frank Wohlgemuth. Zwei Stunden Ladezeit reichten bereits für das Zurücklegen einer Strecke von 100 Kilometern aus. »Das richtet sich allerdings auch ein bisschen nach dem Verbrauch«, sagte der Experte für Konzessionen bei Westfalen Weser Netz.

35 Cent pro Kilowattstunde

Bezahlen können Inhaber von Elektroautos am Rathaus entweder per Handy mittels einer App (Plugsurfing) oder eines RFID-Chips (die Ladekarte kann dann bei der Registrierung angefordert werden). Und zwar zum Preis von 35 Cent pro Kilowattstunde. Etwa 300 Elektroautos seien bereits im Kreis Herford unterwegs. Wohlgemuth rechnet mit einer deutlichen Zunahme ab 2020.

Für Bürgermeister Bernd Dumcke ist der Standort der E-Ladesäule ideal, zumal das Stromkabel nicht neu verlegt werden musste. »Die Lage ist zentral und wir haben die höchste Fahrzeugdichte an der Langen Straße«, meinte er. Kommunale Fahrzeuge auf Elektrobetrieb umzustellen sei bislang jedoch unwirtschaftlich.

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