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76 Kinder werden vom Kommunalen Integrationszentrum auf die Schulen verteilt

Spenge ist Zuflucht für 167 Flüchtlinge

Spenge

Einen Überblick über die aktuelle Lage bei der Aufnahme von Flüchtlingen aus der Ukraine gab Fachbereichsleiter Rainer Czypulowski am Donnerstag im Haupt- und Finanzausschuss. Wie er erklärte, sind in Spenge zurzeit 167 Personen gemeldet. Davon sind 88 volljährig. Von den Minderjährigen sind 76 schulpflichtig. 17 davon sind im Grundschulalter. Drei der Kinder sind unbegleitet.

Von Ruth Matthes

In diesem Freizeitheim am Hücker Moor hat ein ganzes Kinderheim aus der Ostukraine Platz gefunden. Foto: Daniela Dembert

Unter den geflohenen Kindern und Jugendlichen sind 42 aus dem Kinderheim in Pryasowske, das im Bibelheim am Hücker Moor untergebracht ist (siehe Text oben) und 13 Kinder aus den Familien der Betreuer. Wie deren Beschulung und die der anderen geflohenen Kinder geregelt wird, steht noch nicht fest. Das Kommunale Integrationszentrum muss über die Zuweisung noch entscheiden. Mit den Schulen habe die Stadt bereits Kontakt aufgenommen.

Wie Alexander Demianenko aus dem Leitungsteam des Kinderheims erklärte, gebe es zwei Varianten für seine Schützlinge, die denkbar wären: entweder, die Kinder nehmen noch bis Ende des ukrainischen Schuljahres, Ende Mai, am Online-Unterricht ihrer Heimat teil und besuchten nach den Sommerferien die Schulen in Spenge oder sie gingen gleich nach den Osterferien hier zur Schule.

Wie Czypulowski weiter erklärte, sind von den 167 Menschen 41 in städtischen Unterkünften untergebracht, der Rest privat bei Verwandten oder als Betreuer im Kinderheim. Im Gebäude Am Bahnhof sind 28 Personen eingezogen, im Mühlenweg wohnen jetzt 13 Frauen mit Kindern.

Die Stadt erwartet in naher Zukunft noch 18 Flüchtlinge aus Bielefeld. Derweil sei die Unterkunft an der Bielefelder Straße bezugsfertig hergerichtet worden. Insgesamt habe Spenge noch Platz für 63 Menschen.

In der kommenden Woche sollen die letzten Betten geliefert werden. Mittlerweile sei die Beschaffung von Ausstattung „ein schwieriges Geschäft: Die Lieferzeiten werden immer länger und die Preise steigen“.

Die Stadt habe ihre Aufnahmequote mittlerweile zu 144 Prozent erfüllt. „Wir haben 60 Personen mehr aufgenommen als wir müssten. Doch wir sehen das als unsere humanitäre Pflicht“, betonte Czypulowski.

Ausschussvorsitzender Ralf Kinnius begrüßte, dass es dem Kinderheim ermöglicht wurde, beisammen zu bleiben. Er zeigte sich erfreut, dass noch genug Raum vorhanden sei und noch nicht über die Belegung von Turnhallen nachgedacht werden müsse.

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