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Warmenau Open Air: Festival in Bardüttingdorf am 16. Juni – Eintritt frei

Von Indie-Folk bis Gossenblues

Spenge (WB). »Ein Fluss, zwei Dörfer, eine Bühne« – unter diesem Motto findet am Samstag, 16. Juni, das 8. Warmenau Open Air-Festival im Spenger Stadtteil Bardüttingdorf statt. Um 16 Uhr geht’s los auf Theos Tenne an der Düttingdorfer Straße 366. Der Eintritt ist frei.

Gerhard Hülsegge

Die Gruppe Von Weiden ist Gastgeber des Freiluft-Happenings. Ihr Auftritt ist Schluss- und Höhepunkt der Kult-Veranstaltung. Foto: Daniela Dembert

»Durch die Unterstützung aller Vereine aus den Dörfern Bardüttingdorf und Wallenbrück sowie vieler freiwilliger Helfer wurde es möglich, eine Veranstaltung zu schaffen, die jedes Jahr bis zu 1500 Besucher anlockt«, sagt Henning Kreft als einer der Organisatoren. Treibende Kraft waren und sind die Mitglieder der Band Von Weiden (früher Crystal Pasture), die mit anderen auf einer der – im Grunde zwei – Bühnen stehen.

Ein schöner, warmer Abend an wundervoller Stelle. Menschen, die entspannt auf einer Wiese an der alten Lehmkuhle liegen und der Sonne beim Untergehen zuschauen. Andere stehen vor der Bühne und hören den Bands – zum Teil tanzend – zu. Andere wiederum nutzen die Gelegenheit zu Gesprächen mit alten Freunden oder neuen Bekannten bei leckerem Essen und erfrischenden Getränken. Dieses Bild prägt das Warmenau Open Air und in die Jahre gekommene Jimi-Hendrix-Fans fühlen sich vielleicht sogar ein wenig an die legendäre Woodstock-Ära erinnert.

Nein, Santana oder Country Joe & the Fish sind diesmal nicht mit dabei. Dafür sorgen sieben andere Bands der Neuzeit für jede Menge guter Songs. Pop-Rock gibt es da zum Beispiel von Mess Around aus Gütersloh. Ihre deutschen Texte bringen sie mit Spaß und Hingabe an jedes Publikum. Zum Festival-Auftakt werden sie sicherlich auch den einen oder anderen Titel ihres neuen Albums »Alles was ich denke« anstimmen.

Piet Julius experimentiert

Indie-Folk-Rock gibt es danach von Piet Julius und seiner Band aus Paderborn. Euphorische Höhenflüge wechseln sich mit zeitlupenartigen, melancholischen Ruhemomenten ab. »Wir freuen uns sehr, diese Band zu präsentieren, deren Geschichte von verschiedenen musikalischen Reisen, engen Freundschaften und einer großen Experimentierfreudigkeit geprägt ist«, sagt Henning Kreft.

Randale ist – natürlich nur im übertragenen Sinne – angesagt, wenn die gleichnamige Bielefelder Band Rock für Kinder (oder besser für die ganze Familie) ab 17.30 Uhr auf der Wiesenbühne präsentiert. Geboten wird jede Menge: Rock, Punk, Metal, Reggae, Ska, Folk und Pop mit Texten vom Hardrockhasen Harald oder von Superhelden wie Käpt’n Wurstsalat.

Singer und Songwriter

Song-Poet Bob Dylan war unlängst im benachbarten Bielefeld. In die Kategorie der Singer und Songwriter reiht sich auch Leonard Ottolien aus Hannover ein. Er war schon einmal, vor zwei Jahren, beim Warmenau-Festival zu Gast. Nun kehrt er zurück mit seiner vierköpfigen Band. Zu hören sind die Musiker ab 18.30 Uhr auf der Hofbühne.

Lust auf Country-Surf-Tex-Mex? Los Santos aus Stuttgart haben jede Menge davon. Viele Lichtjahre von Texas entfernt stößt die Band auf Musik, die angeblich nie ein Mensch zuvor gehört hat: Surfsounds vom Saturn und Akkordeonklänge vom Aldebaran.

Ove aus Hamburg haben sich mit ihrem Indie-Rumpel-Folk bereits einen festen Platz in Deutschlands Liedermacher-Folk-Indie-Rock-Liga erspielt. »Diese Band muss man einfach lieben«, meint Kreft. Leidenschaftliche Musik, schlaue Texte und eine ordentliche Prise norddeutschen Humors sind die Garanten für ein positives Lebensgefühl.

Von Weiden Höhepunkt

Wenn sich das Warmenau Open Air-Festival dem Ende zuneigt, schlägt traditionell die Stunde des Gastgebers. Von Weiden, Bardüttingdorfs musikalisches Aushängeschild schlechthin, betreten gegen 23 Uhr die Hofbühne. Hinter dem Polkadriven Indiefolk Orchestra liegt ein ereignisreiches Jahr. Das Album »Ruf der Provinz« feierte vor mehr als 600 Gästen im Bielefelder Forum Premiere und in der ausverkauften Oetkerhalle feierte die Band vor 1500 Zuhörern ihren persönlichen Publikumsrekord. In ihrer Heimatstadt wird sie stilsicher ihren Mix als Polka, Rock'n’Roll, Ska, Balkan, Pop, Gossenblues und Liedern, die zum Schwelgen, Tanzen, Trinken, Singen und Durchdrehen auffordern, zum Besten geben.

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