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Innogy und Stadt Spenge würdigen Aktivitäten mit 1000 Euro

Waldkinder erhalten Klimaschutzpreis

Spenge (WB). Geldsegen für eine besondere Gruppe: Der Verein Waldkinder in Spenge ist mit dem Innogy-Klimaschutzpreis – dotiert mit 1000 Euro – und einer Urkunde ausgezeichnet worden. Gewürdigt wird vom Energie-Unternehmen (früher RWE) und der Stadt damit die Planung und Durchführung des Waldkinderfestes 2016 mit verschiedenen Aktionen rund um die Natur.

Gerhard Hülsegge

Spenges Umweltmanagerin Doris Bartelheimer (links) und Bürgermeister Bernd Dumcke (rechts) überreichen mit Rainer Oesting (Innogy-Kommunalbetreuer) den Preis an Nicole Ronellenfitsch-Sabbert, Vorsitzende des Vereins Waldkinder. Foto: Gerhard Hülsegge

»Die Waldkinder Spenge haben einen wichtigen Beitrag zur Förderung des Klima- und Umweltschutzes vor Ort geleistet. Das Engagement ist sehr lobenswert und motiviert die Mitbürger zur Eigeninitiative. Daher ist es uns wichtig, den Einsatz zu belohnen«, sagte Rainer Oesting, Innogy-Kommunalbetreuer, bei der Preisübergabe im Bürgerbegegnungszentrum (BBZ) in Lenzinghausen. Unweit davon sind auch die 18 Kinder und ihre fünf Erzieherinnen an 200 Tagen im Jahr aktiv. Zum Schutz gegen zu viel Regen oder Wind steht ihnen ein Bauwagen am Hühnerhaus im Katzenholz, einem kreis- wie stadteigenen Waldstück nahe der Mühlenburg, zur Verfügung. Die Kinder unter drei Jahren werden auch schon mal in einer Strandmuschel gewickelt. Ab Windstärke 8 nutzt der Verein auch das BBZ an der Turnerstraße an zehn bis zwölf Tagen im Jahr als Rückzugsgebiet.

Forscherprojekte

Dort durfte die Vorsitzende des Waldkinder-Vereins, Nicole Ronellenfitsch-Sabbert, jetzt auch den Innogy-Klimaschutzpreis entgegennehmen. »Wir nutzen das Preisgeld für unsere Forscherprojekte«, erklärte sie. Einmal wöchentlich gehen die Jungen und Mädchen im Wald auf besondere Entdeckungstour. Dafür werden Schutzbrillen, Handmikroskope und Lupen benötigt. »Der Wald ist ständig im Wandel«, meinte die Leiterin der Gruppe, Nicole Hartner. Auch Fortbildungsmaßnahmen sowie das Abonnement einer Fachzeitschrift können nun finanziert werden.

2010 als Außengruppe der AWO-Kita Pusteblume gegründet, agieren die Waldkinder seit Januar 2016 selbstständig als Elterninitiative unter dem Dach des Vereins. »Wir freuen uns darüber, dass es Sie gibt«, sagte Spenges Bürgermeister Bernd Dumcke anlässlich der Preisübergabe an die Adresse der Aktiven. Sei es doch das Ziel des Vereins, den Kindern Wertschätzung für die Natur zu vermitteln. Mehr als 500 Besucher waren im vergangenen Jahr zum Waldfest gekommen. Bei der Waldrallye und Stationen wie dem gemeinsamen Basteln, Klettern und Mikroskopieren konnten die Kinder den Wald und seine Bewohner besser kennen lernen. Auch wurde an diesem Tag Anfang September deutlich, wie wichtig ein sorgsamer Umgang mit der Natur ist. »Das war ein schönes Familienfest«, meinte Doris Bartelheimer, Umweltmanagerin der Stadt Spenge.

Sondererlaubnis

Die Wirksamkeit für den Umweltschutz, der Innovationsgrad, die Kreativität, Vorbildwirkung, Nachhaltigkeit und der persönliche Einsatz waren Kriterien, wonach eine Jury den Gewinner des Innogy-Klimaschutzpreises 2016 ermittelt hat. Er wird jährlich für Leistungen verliehen, die in besonderem Maße zur Erhaltung natürlicher oder zur Verbesserung ungünstiger Umweltbedingungen beitragen. Die Städte und Gemeinden, in denen Innogy präsent ist, sind aufgerufen, besondere Projekte zur Prämierung vorzuschlagen. Für das Kindergartenjahr 2017/2018 wird damit gerechnet, dass mit einer Sondererlaubnis 21 Kinder Spenges einzigen Waldkindergarten besuchen. Vier davon sind jünger als drei Jahre.

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