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Nisthilfe-Projekt in Spenge-Bardüttingdorf ausgezeichnet

Werden hier Spenges erste Störche heimisch?

Spenge (WB). Ein Bussard hatte am Donnerstag schon einmal Platz auf dem Rand der neuen Nisthilfe genommen. Sie soll künftig allerdings Störche ins idyllische Warmenautal nach Bardüttingdorf locken. Der dortige Heimatverein und die Jäger haben sie aufgestellt – und dafür jetzt einen Preis erhalten.

Bernd Bexte

Im Warmenautal in Bardüttingdorf wurde diese Nisthilfe errichtet. Foto: Bexte

Bürgermeister Bernd Dumcke und Rainer Oesting (Innogy) überreichten ihnen im Rathaus den diesjährigen Klimaschutzpreis des heimischen Stromversorgers. Er ist mit 1000 Euro dotiert. Die in Spenge seit dem Jahr 2010 vergebene Auszeichnung würdigt Initiativen von Bürgerinnen und Bürgern rund um das Thema Klima- und Umweltschutz.

Bereits mehrfach Preisträger

In diesem Jahr sind der Heimatverein Bardüttingdorf und der Jagdbezirk Bardüttingdorf des Hegerings Spenge preiswürdig: Gemeinsam haben sie vor wenigen Wochen in der Nähe des Talwegs im Warmenautal an der Grenze zu Niedersachsen eine Nisthilfe für die Ansiedlung von Weißstörchen errichtet. »Es gibt bereits zwei solcher Masten in Spenge, aber bislang hat dort noch kein Storch gebrütet«, sagt Sebastian Damisch, der in beiden Gruppen aktiv ist.

Rainer Oesting und Bernd Dumcke überreichen den Preis an Dietmar Obermann (Jagdpächter) und Ralf Wollbrink (Heimatverein, v.l.). Mit dabei sind Aktive beider Gruppen. Foto: Bexte

Zur Ergänzung des Nahrungsangebotes haben die Mitglieder des Heimatvereins und die Jäger zudem eine Wiesenblänke – eine Vertiefung, in der sich Wasser sammelt – in unmittelbarer Nähe des Horstmastes angelegt. Die Flächen wurden von zwei privaten Grundstückseigentümern zur Verfügung gestellt. »Umweltschutz-Engagement geschieht oft im Verborgenen. Umso wichtiger ist uns diese Möglichkeit der Auszeichnung«, lobte Innogy-Vertreter Oesting die Geehrten. Für den Heimatverein ist es bereits die dritte Auszeichnung mit diesem Preis.

Enormer Einsatz

Kriterien bei der Preisvergabe, über die die Stadt gemeinsam mit dem Energieunternehmen entscheidet, waren Wirksamkeit für den Umweltschutz, Innovationsgrad, Kreativität, Vorbildwirkung/Nachhaltigkeit und der persönliche Einsatz. Und der war enorm: Erst im zweiten Anlauf konnte der etwa zehn Meter hohe Mast samt Gitterrad aufgerichtet werden. Beim ersten Mal machte ein heftiger Regenguss den Umweltschützern einen Strich durch die Rechnung. Mit vereinten Kräften, einem Trecker und einem Bagger gelang es dann schließlich.

Das natürliche Grünland mit zahlreichen Wasserflächen sei ein idealer Standort für Störche. »Jetzt müssen wir geduldig sein und hoffen, dass im nächsten Jahr ein Storchenpaar kommt«, sagt Damisch. Und wenn nicht: Die Gemeinschaftsaktion sei schon ein Erlebnis gewesen, waren sich alle Mitwirkenden einig.

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