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Für Detlef Jeretzky (69) war die Entwicklung des H2O eine Herzensangelegenheit

Stadt Herford trauert um ehemaligen Stadtwerke-Leiter

Herford

Mehr Zeit mit der Familie und mehr Stunden auf dem Golfplatz verbringen – das war es, was Detlef Jeretzky nach seinem Ausscheiden als Leiter der Stadtwerke Herford noch wollte. Allzu viel Zeit ist ihm leider nicht mehr geblieben. Der gebürtige Herforder ist am 3. April nach schwerer Krankheit verstorben. Er wurde 69 Jahre alt.

Von Ralf Meistes

Detlef Jeretzky ist im Alter von 69 Jahren gestorben.

Als Stadtwerkeleiter und Geschäftsführer der städtischen Holding HVV war er an vielen wichtigen Weichenstellungen für die Stadt Herford beteiligt. Gemeinsam mit dem ehemaligen Prokuristen Horst Petring bildete Detlef Jeretzky in der Stadtwerkeführung ein Gespann, bei dem der eine sich auf den anderen zu 100 Prozent verlassen konnte.

Die Rekommunalisierung der Stromnetzgesellschaft nannte Detlef Jeretzky selbst einmal ein Meisterstück. Dabei sprach er nicht über den Verhandlungsmarathon, den er selbst vor der Gründung der kommunalen Westfalen Weser Energie GmbH & Co. KG (WWE) im Jahr 2013 geführt hat, sondern er hob das Verhandlungsgeschick seines Prokuristen Horst Petring und die Standhaftigkeit und das Engagement des damaligen Bürgermeisters Bruno Wollbrink hervor. Von dem guten Deal profitiert die Stadt noch heute – und zwar in Millionenhöhe.

Eine Karriere bei den Stadtwerken

Am 1. Juni 1977 hatte Detlef Jeretzky seine Laufbahn als Betriebsingenieur bei den Stadtwerken Herford begonnen. 1992 rückte er in die Geschäftsführung auf. Seit 2002 war er außerdem Geschäftsführer der städtischen Holding HVV. Am 31. Januar 2018 verabschiedete er sich in den Ruhestand. Eigentlich wollte er schon früher gehen, aber in jener Zeit gab es viele Veränderungen in Führungspositionen bei der Stadt und er wurde gebeten zu bleiben. Und Detlef Jeretzky blieb.

Erfolgreiche Geschichte des H2O

Für den langjährigen Stadtwerke-Geschäftsführer war das Freizeitbad H2O an der Wiesestraße „eine Herzensangelegenheit“. Auch, weil es bei dessen Bau 1996 viel Widerstand gab. „Es ist ja damals beschlossen worden, das Otto-Weddigen-Bad abzureißen. Mit diesem Bad haben viele Herforder schöne Erinnerungen verbunden. Im Übrigen auch ich“, betonte Jeretzky in einem Interview, das diese Zeitung mit ihm 2018 geführt hat. Im Laufe der Jahre hat sich das H2O zum Marktführer in der Region entwickelt.

Großes persönliches Engagement

Mit großem persönlichen Engagement und manchmal auch auf Kosten seiner eigenen Gesundheit hat sich Detlef Jeretzky an exponierter Stelle für die Belange der Stadt Herford eingesetzt. Von dem, was er Zeit seines Arbeitslebens erreicht hat, profitiert die Stadt Herford noch heute. Dafür gebührt ihm Dank und Respekt. Die Urnenbeisetzung von Detlef Jeretzky fand im engsten Familienkreis statt.

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