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Exteraner beschweren sich über zu viel Laub und Samen

Ahornbäume als Ärgernis

Vlotho (WB/pab/bu). Im Herbst fällt das Laub und lässt in Exter den Blutdruck einiger Anwohner des »Blumenviertels« steigen. Sie bestreiten, dass die Stadt regelmäßig die Straßenbäume zurückschneidet und beklagen durch Wurzeln entstehende Schäden an der Straße und Garteneinfriedungen.

Mehrere Müllsäcke lehnen an einem der Ahornbäume in der Nelkenstraße: Sie sind gefüllt mit Laub und Samen, die Anwohner aufgesammelt werden. Nun warten sie darauf, dass der Bauhof die Säcke abholt. Foto: Heike Pabst

»Es kommt keiner her, es macht keiner was«, sagt Sonja Luetgens. Sie lebt seit 22 Jahren an der Veilchenstraße und hat einen großen Teil dieser Zeit damit verbracht, Samen und Laub der Ahornbäume, die angrenzend an ihr Grundstück auf der Nelkenstraße stehen, aus ihrem Garten zu entfernen, aus der Regenrinne und aus Mauerspalten an ihrem Wohnhaus. »Die Samen setzen sich wirklich überall rein und dann hat man spätestens im Frühjahr alles voller kleiner Bäume«, sagt die Exteranerin. »Das muss ich alles per Hand wegmachen.«

Problemfall Laub

Auch das viele Laub sei ein Problem, da man darunter Gefahrenquellen wie Bordsteine oder Unebenheiten nicht sieht. Außerdem, so Sonja Luetgens, verursachen die Wurzeln der Bäume Schäden: »Die Betonplatten der Hydranten haben sich abgesenkt, da hat sich schon einmal ein Kind auf die Nase gelegt«. Bei Nachbarn wachsen die Wurzelstränge in die Steine von Garteneinfriedungen hinein und durch sie hindurch. Und, so fragt sich die Exteranerin: »Was ist eigentlich mit der Gasleitung, die hier verläuft?« Sie hält die Situation für gefährlich.

»Es geht nicht nur um uns, es geht um alle, die hier wohnen«, sagt Sonja Luetgens. »Manche hier in der Straße wollen, dass die Bäume ganz gefällt werden, das will ich ja gar nicht.« Sie hat für gehbeeinträchtigte Anwohner auch schon Laub und Samen aus deren Gärten entfernt. Die gefüllten Müllsäcke lehnen seither an den Bäumen und harren ihrer Abholung.

Regelmäßiger Rückschnitt

Alles, was sie sich wünsche, sei, dass die Äste der Bäume regelmäßig beschnitten würden und dass die Stadt für die Entfernung des Laubs sorgt. Sie habe sich schon mehrfach deshalb mit der Stadt und dem Bauhof in Verbindung gesetzt. Doch deren Auskunft – die Bäume mit den Nummern 4784 und 4785 würden alle zwei Jahre zurückgeschnitten – schenkt sie keinen Glauben. »Vor zehn Jahren sind die einmal beschnitten worden, zum ersten Mal, seit wir hier wohnen. Seither aber nicht wieder.«

Udo Pühmeyer von den Wirtschaftsbetrieben in Vlotho erklärte auf Anfrage, dass die Spitzahornbäume in der Nelkenstraße im städtischen Baumkataster erfasst seien. »Alle Bäume, die dort erfasst sind, werden in regelmäßigen Intervallen von einem Baumkontrolleur unter anderem auf ihre Verkehrssicherheit überprüft«, so Pühmeyer. Auch ein Gutachten, das eine Gefährdung der vorhandenen Gasleitung durch Wurzelwerk untersuchen sollte, habe zuletzt attestiert, dass keine Gefährdungen festgestellt worden seien, sonst hätte die Stadt bereits Maßnahmen ergriffen, teilte der Mitarbeiter der Wirtschaftsbetriebe am Dienstag mit.

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