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Vlotho-Marketing stellt „City QR“ vor: Einzelhändler können darüber ihr volles Sortiment präsentieren

Bummel am digitalen Schaufenster

Vlotho (WB)

Gerade erst ist der Corona-Lockdown bis zum 14. Februar verlängert worden. Die Läden bleiben also weiter geschlossen. Telefonberatung, Online- oder to-Go-Bestellung sind bisher die einzigen Alternativen, die den Einzelhändlern je nach ihren individuellen Möglichkeiten bleiben. Mit dem Projekt „City QR“ arbeitet Vlotho-Marketing gerade an einem digitalen Schaufenster-System, das alle Einzelhändler kostenlos nutzen können.

Joachim Burek

Ark Paulsen von Vlotho-Marketing wirbt bei den Einzelhändlern für die Teilnahme an „City QR“. Eine gemeinsame Startseite ist ebenfalls in Arbeit. Foto: Joachim Burek

„Die Anregung dazu kam von Digitalcoach Thomas Dickenbrok, der auch für den Handelsverband NRW tätig ist“, berichtet Ark Paulsen von Vlotho-Marketing, der die Federführung bei der Umsetzung des Projekts „Vlotho digital“ hat.

„City QR“ funktioniert folgendermaßen: Marketing erstellt und installiert QR-Codes, die die jeweiligen Einzelhändler der Stadt in ihren Schaufenstern aushängen können. „Die Kunden können dann beim Schaufenster-Bummel per Handy den QR-Code scannen und somit das volle Sortiment-Angebot des Händlers anschauen, was sonst nur der Ladenbesuch ermöglicht hätte, der coronabedingt derzeit ja ausfallen muss“, erläutert Paulsen.

Darüber hinaus biete „City QR“ neben dem digitalen Schaufenster über eine entsprechende App auch die Möglichkeit, die Waren direkt per Online-Shop zu vertreiben.

Die drei möglichen Varianten sind:

1. Per Abholung: Die Waren können vorbestellt und dann abgeholt werden

2. Per Lieferung: Der Einzelhändler kann dem Kunden anbieten, die Waren zu liefern. Dafür kann ein Mindestbestellwert, eine Liefergebühr und eine Mindestbestellwert für kostenlose Lieferungen angeboten werden.

3. Vor-Ort Bestellung: Die Waren können bestellt und bezahlt und dann im Laden abgeholt werden.

Bezahlt werden könne, so der Marketing-Fachmann, ebenfalls über verschiedene Varianten: bar oder am EC-Terminal vor Ort, per PayPal, Stripe, Vorkasse oder Rechnung.

„Derzeit sind wir dabei, die Vlothoer Einzelhändler anzuschreiben beziehungsweise sie anzusprechen, ob sie an City QR teilnehmen möchten und ob wir das System bei ihnen einrichten sollen“, erläutert Ark Paulsen weiter.

Um die Geschäftswelt und den neuen Service einheitlich gut bewerben und zu vermarkten, beabsichtigt Ark Paulsen im Internet eine Übersichtsseite für alle teilnehmenden Geschäfte zu erstellen. „Wenn die Resonanz gut ist und viele Einzelhändler mitmachen, könnte ein solche Seite Ende Februar an den Start geht. Der Vorteil ist, das System ist selbstverständlich auch für die Zeit nach Corona gut einsetzbar“, ist Paulsen von dem Konzept überzeugt.

Jürgen Finkhäuser vom Textilhaus Finkhäuser präsentiert seine neue Abholstation für die in Coronazeiten kontaktlos bestellte Ware. „City QR“ soll die Möglichkeiten für den digitalen Schaufenster-Bummel im Vlothoer Einzelhandel noch erweitern. Foto: Joachim Burek

Wer Interesse an dem Projekt habe, könne sich bei Vlotho-Marketing unter der Telefonnummer 05733/881188 melden. Diese Vorgespräche seien erforderlich, weil Marketing zur Installierung des jeweiligen digitalen Schaufensters und der gemeinsamen „Vlotho digital“-Seite Daten zum Unternehmen und zum Sortiment brauche.

Dass dem Vlothoer Einzelhandel eine solche gemeinschaftliche Vermarktungsstrategie im Lockdown gut tun würde, glaubt auch Petra Schröer, Vorsitzende der Werbe- und Interessengemeinschaft Vlotho (WIV). „Die gemeinschaftliche Online-Übersichtsseite der Geschäfte, die im ersten Lockdown entstanden war, gibt es inzwischen nicht mehr. Viele arbeiten derzeit mit individuellen Strategien. Auch die für kommenden März geplante nächste WIV-Versammlung, die zur erneuten Absprache hätte dienen können, muss coronabedingt wohl verschoben werden“, bedauert Petra Schröer. Die Marketing-Initiative für das digitale Schaufenster-System “City QR“ sei daher in diesen Zeiten ein guter Ansatz.

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