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Netzwerkgruppe Coworking OWL schaut sich potenzielle Büroräume an

Denkfabrik im Kornspeicher?

Vlotho (WB). Kleine Büros, einzelne Schreibtisch-Arbeitsplätze für Freiberufler oder gar ein Künstler- oder Designer-Atelier unter einem Dach: Sogenannte »Coworking Spaces« sind im Trend. Vorbilder gibt es einige in der Region, wie zum Beispiel das »Denkwerk« in Herford. Die zwei leer stehenden Etagen des Kornspeichers in der oberen Langen Straße könnten künftig auf diese Weise genutzt werden.

Joachim Burek

Jürgen Meier (rechts) begrüßt die Netzwerkgruppe im Vlothoer Kornspeicher, von links: Thomas Plöger, Friedrich-Wilhelm Meier, Sebastian Kühnemund, Monika Kammeier, Martin Bernhardt, Torsten Pahl, Dennis Drewes und Klaus Löfflad. Foto: Joachim Burek

Der Vlothoer Unternehmer Jürgen Meier hatte jetzt die neugegründete Netzwerkgruppe Coworking OWL zu ihrem dritten Treffen in seinen Kornspeicher nach Vlotho eingeladen. »Wir treffen uns hier zu einem Erfahrungsaustausch und um den übrigen elf Mitgliedern des Netzwerkes die Räumlichkeiten im Kornspeicher als möglichen künftigen Coworking Space vorzustellen«, erläuterte Meier.

Die Idee zur Gründung des Netzwerkes war bei einer Ideen-Konferenz der Industrie- und Handelskammer Bielefeld – dem IHK Barcamp 2018 – entstanden. »Damals hatten sich spontan zehn Freiberufler gemeldet und die Netzwerkgruppe gegründet«, ergänzen IT-Berater Klaus Löfflad und Medien-Designer Dennis Drewes, die ebenfalls wie Jürgen Meier dem neuen, bisher zwölf Mitglieder starken Coworking-Netzwerk angehören.

Weitere »Coworking Spaces« sollen entstehen

Die Gruppe arbeitet daran, weitere »Coworking Spaces« in Ostwestfalen aufzubauen. Ein Ziel sei es, bis Ende des Jahres die bestehenden Coworking-Unternehmen in Ostwestfalen-Lippe zu erfassen und in einer Karte darzustellen. Im Rahmen dieser Treffen würden auch Werbestrategien besprochen, um neue Miet-Interessenten für die Coworking Spaces zu gewinnen.

Jürgen Meier: »Auch die zwei Kornspeicher-Etagen in Vlotho bieten sich bei entsprechender Nachfrage für eine solche Nutzung an. Ihr Vorteil ist ihre zentrale Lage in der City und ihre große Fläche.« Dort bestünde die Möglichkeit, Meetings oder Firmenschulungen abzuhalten. Sie böten aber auch Raum für Arbeitsplätze als Alternative zum Home-Office, für die Einrichtung kleinerer durch Stellwände abgetrennter Büros für Start-up-Teams oder Ateliers für Künstler.

»Spaces« vernetzen sich untereinander

»Bei der Nutzung kann man völlig flexibel sein und zum Beispiel solche Arbeitsplätze auch für eine sehr kurzfristige Nutzung anmieten. Für Firmen bietet es sich an, dort zusätzlichen Büroraum auf Zeit anzumieten, um dort besonders innovative Teams, Projektgruppen oder auch Einzelpersonen an speziellen Projekten arbeiten zu lassen«, sagte Jürgen Meier, Inhaber von Fernseh-Meier in Vlotho (Kontakt: 0170/1633207 oder kornspeicher-vlotho@gmx.de).

Bei der Tagung in der Weserstadt machten die Mitglieder des Netzwerkes, die unter anderem aus den Bereichen IT, Vertrieb, Software-Entwicklung, Energiedienstleistung und Unternehmensberatung kommen, deutlich, dass es ein weiteres Ziel der Gruppe sei, auch die Coworking Spaces von Nachbargemeinden zu vernetzen. »So können je nach Bedarf weitere Synergie-Effekte genutzt werden«, erläuterten Klaus Löfflad und Dennis Drewes.

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