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Die ersten Bewohner ziehen im März in Vlothos neue Seniorenresidenz ein – mit Video

Der Fährhof ist eröffnet

Vlotho (WB). Sechs Jahre nach der ersten Baugenehmigung ist Vlothos neue Seniorenresidenz, der Fährhof an der Weserstraße, offiziell eröffnet worden. Die ersten Bewohner ziehen im März ein. Voll belegt sein wird das Haus voraussichtlich in 12, spätestens in 14 Monaten.

Jürgen Gebhard

Jens Tegeler (Mitte, rote Krawatte), Geschäftsführender Gesellschafter der Tegeler-Gruppe, mit Ehrengästen und Mitarbeitern vor dem Fährhof. Die ehemalige Zuckerfabrik an der Weserstraße ist mit einem Neubau erweitert worden. Foto: Jürgen Gebhard

Davon geht Einrichtungsleiterin. Karola Holweg aus. »Wir freuen uns, dass wir jetzt starten können. Der Bedarf ist immens«, sagte sie. In der Anfangsphase würden pro Woche maximal fünf neue Bewohner aufgenommen.

In den Bereichen Pflege, Verwaltung und Haustechnik beschäftige der Fährhof bereits 15 Mitarbeiter: »Das Team der ersten Stunde steht.  Alle freuen sich auf die Arbeit in diesem schönen Haus.« Weitere Mitarbeiter hätten zugesagt, zwischen Mitte März und Ende anzufangen. Darüber hinaus würden weiterhin Pflegefachkräfte gesucht. Bei einer Vollbelegung (100 Einzelzimmer) würden etwa 60 Mitarbeiter in den Bereichen Pflege, Verwaltung und Haustechnik und 15 bis 20 in der Hauswirtschaft und im Catering arbeiten.

Die ersten Planungen zur Eröffnung einer Seniorenresidenz in der ehemaligen Zuckerfabrik und späteren Diskothek waren vor sechs Jahren öffentlich geworden. Der Betreiber wechselte mehrfach. Unter Regie der Tegeler-Gruppe aus Wunstorf ist das Haus gestern offiziell eröffnet worden.

»Wir kümmern uns«

Jens Tegeler als Geschäftsführender Gesellschafter begrüßte dazu zahlreiche geladene Gäste, unter anderem Landrat Jürgen Müller, die Landtagsabgeordneten Angela Lück und Christian Dahm, Superintendent Andreas Hunecke und Bürgermeister Rocco Wilken. »Unser Slogan ist: ›Wir kümmern uns‹. Das werden wir jeden Tag unter Beweis stellen«, sagte er. Kollegen hätten ihn vor der Übernahme dieses Hauses gewarnt. Er habe sich das Objekt gemeinsam mit seiner Frau angeschaut und sei schnell mit dem Investor, der Firma Wertinvestition aus Sarstedt, ins Geschäft gekommen.

Dr. Dieter Kindermann (Vorsitzender Präsidialbeirat Bundesverband deutscher Mittelstand) bedankte sich als Berater der Tegeler-Gruppe bei Bürgermeister Rocco Wilken (»Sie sind ein großartiger Mann«) und Landrat Jürgen Müller für die »kurzen Dienstwege«. Die bei dem Fotowettbewerb eingereichten Aufnahmen , die die Flure schmücken werden, seien Beweis für die in Vlotho herrschende Willkommenskultur. Für die ersten Mitarbeiter hatte er Rosen mitgebracht. Er sagte: »Lasst es blühen in diesem Haus.«

»Langer und steiniger Weg«

Bürgermeister Rocco Wilken sprach von einem »langen und steinigen Weg« bis zur Eröffnung dieser Seniorenresidenz, die nun Vlotho bereichere – auch durch den öffentlich angebotenen Mittagstisch und das Kulturangebot. Der Bürgermeister erinnerte an die Zeit, als in dem Gebäude die Zuckerfabrik ihre Arbeit aufnahm: Ende des 19. Jahrhunderts habe es Verwahranstalten für alte Menschen gegeben, heutzutage stehe der Mensch im Mittelpunkt.

Landrat Jürgen Müller bezeichnete die Gesundheitsversorgung als eines der »Kernthemen« im Kreis Herford. Der Fährhof trage dazu bei, den sich bis zum Jahr 2021 für Vlotho abzeichnenden Bedarf von 225 Heimplätzen sicherzustellen. Und beim Blick aus dem Fenster in Richtung seines Uffelner Elternhauses sagte er: »Vielleicht sollte ich schon mal darüber nachdenken, mir hier ein Zimmer auszusuchen.«

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