1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Vlotho
  6. >
  7. Eltern aus Vlotho unterstützen Erzieher-Streik

  8. >

Unterschriftenaktion für bessere Arbeitsbedingungen und Bezahlung

Eltern aus Vlotho unterstützen Erzieher-Streik

Vlotho

Bei ihren Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen und besserer Bezahlung haben Erzieherinnen der DRK-Kita Vlotho Rückenwind aus der Elternschaft bekommen. Viele Eltern haben sich für eine Unterschriftenaktion zusammengeschlossen, um den Pädagoginnen Unterstützung zu signalisieren.

All diese Arme wären immer noch nicht genug: Mit diesem selbstgemalten Plakat wollten die Erzieherinnen aus Vlotho auf Fehlentwicklungen in ihrem Berufsstand aufmerksam machen. Foto: DRK Kita Vlotho

Die Unterschriften wurden den Erzieherinnen zum Streiktag am 11. Mai übergeben. „Erzieherinnen und Erzieher geben ihr ganzes Herzblut für unsere Kinder“, sagt Mutter Inga Stehle. „Sie haben eine bessere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen verdient.“

„Der Beruf der Erzieherinnen und Erzieher ist inzwischen hochkomplex“, berichtet Erzieherin Andrea Steffen. „Wir führen Elterngespräche, protokollieren die Entwicklung der Kinder regelmäßig, investieren viel Zeit in Lernthemen, um die Kinder optimal auf die Grundschulzeit vorzureiten.“ In der DRK-Kita waren sieben von elf Gruppen aufgrund des Streiks des pädagogischen Personals geschlossen.

Lina Dyck, Lena Voges, Lea Stuke, Jennifer Gorny und Andrea Steffen aus der DRK-Kita zeigen das Unterschriften-Plakat, mit dem die Eltern ihre Unterstützung des Streiks signalisiert hatten. Foto:

Nachdem am Mittwoch Mitarbeiter von Kitas und weiteren sozialen Berufen in den Streik getreten waren und sich in Gelsenkirchen zu einer großen Demonstration getroffen hatten, hoffen auch die Vlothoer Kita-Mitarbeiter nun auf erfolgreiche Verhandlungen.

Die vorangegangenen beiden Tarifrunden im Februar und im März waren ergebnislos verlaufen. Die dritte Verhandlungsrunde findet am 16. und 17. Mai in Potsdam statt. Verdi fordert eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen, konkrete Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel und die finanzielle Anerkennung der Arbeit der Beschäftigten in den sozialen Berufen, zum Beispiel in den Kindertageseinrichtungen und der Behindertenhilfe.

Startseite
ANZEIGE