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Bürgermeister gibt klares Bekenntnis zum jetzigen Standort ab

Feuerwache bleibt am Bullerbach

Vlotho (WB/bu). Bürgermeister Rocco Wilken hat jetzt für den Standort der zentralen Feuerwache in Vlotho ein klares Konzept vorgelegt. »Die Feuerwehr bleibt am Bullerbach. Hier wird vorausschauend und im Blick auf die geforderten Normen umgebaut. Der Löschzug Vlotho behält hier seinen Standort und die Löschgruppe Bonneberg bleibt an der Grundschule«, stellte der Bürgermeister klar.

Klares Statement der Stadt: Für Sanierung oder Neubau der Feuerwache wird am Standort Bullerbach geplant. Foto: Jürgen Gebhard

In den vergangenen Tagen habe er im Zuge der zum Teil hitzigen Diskussion um den Standort der Vlothoer Feuerwache zahlreiche Gespräche mit der Feuerwehr und mit Landrat Jürgen Müller geführt. Im Zuge der Planungen des Kreises zum Neubau der Rettungswache hat die Stadt nun Vorplanungen für die Feuerwehrgerätehaus Am Bullerbach in Auftrag gegeben. Möglicherweise müssten Stadt und Kreis bei der Modernisierung von Feuer- und Rettungswache getrennte Wege gehen, so Wilken.

Erste Ergebnisse im Fachausschuss

Am 4. Juni wurden die Ergebnisse dem Fachaussschuss (AGM) vorgestellt (VZ berichtete). Im Ergebnis stand, so der Bürgermeister dass umfangreiche Baumaßnahmen für das Haus der Feuerwehr Am Bullerbach erforderlich seien, um die bestehenden Normen zu erreichen. Da die geschätzten Kosten für die Sanierung im Bestand mit 1,3 Millionen Euro als sehr hoch eingestuft wurden, sei damals der Planungsauftrag um die Kostenschätzung für einen Neubau, verbunden mit der Frage nach alternativen Standorten, erweitert worden.

Zahlreiche Gespräche

»Nach der Bewertung der darauf aufbauenden Gutachten, Anhörungen und Gespräche steht jetzt aber im Ergebnis fest, dass alle weiteren Planungen zum Löschzug Vlotho nur rund um den Standort Am Bullerbach fortgeführt werden«, sagte Wilken. Insbesondere seien die vorgeschlagenen Standorte auf dem Bonneberg als ungeeignet und an der Meyrastraße als unwirtschaftlich analysiert worden. Dadurch bestehe nun die Chance, am bestehenden Standort gemeinsam mit Vertretern der Feuerwehr und der Politik eine tragfähige Sanierung oder den Neubau zu planen. Dazu sollen am 11. Juli die Ausschüsse Gebäudemanagement und Bürgerinnenservice tagen.

Feuerwehrchef Torsten Sievering begrüßte gestern die Entscheidung. »Das entspricht dem ursprünglichen Wunsch der Löschgruppen. Wir hoffen daher auf eine weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit«, sagte Sievering abschließend.

Kommentar

Nach der hitzigen Kontroverse zwischen Stadt und Feuerwehr um eine mögliche Standortverlegung der Vlothoer Feuerwache, nachdem eine Sanierung im Bestand zunächst technisch und finanziell nicht umsetzbar schien, ist mit den klaren Worten des Bürgermeisters nun wieder Ruhe und Sachlichkeit in die Diskussion gekommen. Das Bekenntnis zum Standort am Bullerbach steht. Das hat Rocco Wilken jetzt deutlich gemacht. Nun soll in einem nächsten Schritt in aller Sachlichkeit geklärt werden, welche Varianten am alten Standort möglich sind. Die Fachausschüsse und eine noch zu gründende Projektgruppe sollen die Machbarkeit von a) Modernisierung im Bestand, b) Teilabriss und Teilneubau oder c) Neubau am Standort prüfen. Vielleicht wird es nicht gehen, ohne dass der Kreis sich für eine modernisierte Rettungswache einen neuen Standort suchen muss. Die Stadt ist jedenfalls jetzt bei der Wehr im Wort. Joachim Burek

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