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In Vlotho werden bei SPD und CDU viele ältere aktuelle Mitglieder nicht erneut kandidieren

Generationswechsel im Rat

Vlotho (WB). Wenn am 13. September bei den Kommunalwahlen die politischen Weichen für die nächsten fünf Jahre in Vlotho gestellt werden, steht eines schon längst fest: Im kommenden Vlothoer Rat wird es einen Generationswechsel geben. Viele ältere, langgediente Ratsmitglieder, die das Gesicht der Vlothoer Politik in den vergangenen Jahren geprägt hatten, werden nicht mehr für eine Wiederwahl kandidieren.

Joachim Burek

34 Mitglieder hat der Vlothoer Rat. Viele der aktuellen Mitglieder werden bei der Kommunalwahl nicht mehr antreten. Foto: Jürgen Gebhard

SPD-Fraktion

Den größten Schnitt – Stand jetzt – wird es in der SPD-Fraktion geben. Dort haben bereits sieben „Langgediente“ angekündigt, nach Ende der laufenden Legislaturperiode sich nicht mehr wieder aufstellen zu lassen. Aufhören werden Ulrich Sturhahn, Dr. Zbigniew Wilkiewicz, Sabine Selberg-Scherfeld, Hans-Werner Jungmann, Bodo Kohlmeyer, Gerd Klinksiek und Heiko Wiemann. „Ganz offiziell wird dies bei der kommenden Stadtverbandsdelegiertenkonferenz im Februar bekannt gegeben, wo auch unsere Aufstellungsliste für die künftige Besetzung der 17 Vlothoer Wahlbezirke verabschiedet wird“, teilte Fraktions- und Stadtverbandssprecher Kohlmeyer auf Anfrage mit.

CDU-Fraktion

Die CDU-Fraktion wird ihre Aufstellungsversammlung für die Kommunalwahl erst im März abhalten. „Dann werden wir ganz genau Klarheit darüber haben, wie unsere Mannschaft für den künftigen Rat aussieht“, erklärte Fraktionschefin Julia Dowe. Fest stehe auf jeden Fall, dass mit Christel Maack und Liane Brinkmeier zwei langjährige Ratsfrauen der Christdemokraten nicht mehr antreten werden. Nach Ulrich Sturhahn bei der SPD wird somit mit Christel Maack auch die zweite der aktuellen stellvertretenden Bürgermeister der Stadt im neuen Rat nicht mehr dabei sein. Ob die CDU bei der Kommunalwahl mit einem eigenen Bürgermeisterkandidaten gegen den Amtsinhaber Rocco Wilken (SPD) antritt, solle sich bis zum März voraussichtlich ebenfalls geklärt haben, so Julia Dowe. Dies falle allerdings in die Zuständigkeit des Stadtverbands.

Grüne Liste

„Für alle Fälle gerüstet“, wie es Fraktionschef August-Wilhelm König, formulierte, zeigt sich die Grüne Liste, deren fünf aktuelle Ratsmitglieder auch wieder antreten wollen. „Für die Reserveliste haben wir ebenfalls ein Team zur Verfügung, das nach dem ‚Prinzip Reißverschlussverfahren Alt-Jung‘ aufgestellt ist. Offiziell werden wir unsere Listen bei der Klausurtagung vom 7. bis 9. Februar aufstellen“, so König. Schon im vorigen Jahr habe die Grüne Liste bereits beschlossen, Bürgermeister Rocco Wilken bei der Kommunalwahl zu unterstützen, teilte der Fraktionschef der Grünen Liste mit.

FDP-Fraktion

Wenn auch die Wahllistenaufstellung bei den Vlothoer Liberalen am 17. März erfolgt, wird die FDP wohl mit der gleichen Ratsmannschaft wie bisher unter Spitzenkandidat Andreas Stocksmeier ins Rennen gehen. „Das teilte Ortsvereinsvorsitzender Siegfried Mühlenweg mit. Wir setzen auf Kontinuität. Und natürlich ist es unser Ziel, bei den Wahlen möglichst ein viertes oder gar fünftes Mandat zu erringen“, sagte er.

Die Linke

Bei den Linken steht bereits fest, dass Merle Stemmer, die zehn Jahre einen Sitz im Rat hatte, nun nicht mehr für den neuen Rat kandidieren wird. „Für den Stadtverband oder die Ausschussarbeit werde ich aber weiter zur Verfügung stehen“, erklärte sie. Bei der kommenden Stadtverbandsversammlung werde neben Sabine Obboda auch Peter Kleint als Linken-Sprecher kandidieren.

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