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Rena Schwarz in der Kulturfabrik Vlotho über die Leidenschaft, die Leiden schafft

Großer Spaß im ganz kleinen Kreis

Vlotho (WB). So kurz vor den Herbstferien war nur ein sehr kleines Publikum anwesend. »Ich freue mich riesig, hier zu sein in einem fast ausverkauften Haus«, scherzte Rena Schwarz und begrüßte an diesem Abend 15 Gäste. Die hatten richtig Spaß mit dem selbstironischen Auftritt: »Die Vlothoer sind die leidenschaftlichsten Zuschauer von allen«, sagte Rena Schwarz.

Frank Dominik Lemke

Trennungen können schmerzhaft sein: Rena Schwarz weiß, wovon sie spricht. Foto: Frank Lemke

Ganz im Gegensatz zu den Güterslohern. Das seien anständige Besucher, die bei einem Kabarettabend keinen Mucks von sich geben würden. Wenn der Gütersloher sich amüsiere, sei das nicht zu hören, erst hinterher. Das sei unter Kabarettisten und Comedians weit bekannt. Hinterher würden die Gäste auf den Künstler zukommen und sagen: »Ich hab mich so kaputt gelacht, dass ich Bauchweh habe.«

Menschen können so unterschiedlich sein. Darum ging es auch bei »Lass uns Freunde bleiben«: 90 Minuten menschliche Schwächen und Absurditäten aus dem Alltag.

Vier Phasen der Trennung

Wenn ein Paar sich trenne, durchlaufe der Verlassene vier Phasen.Zuerst sei die Verzweiflung da, dann die Wut. Danach erst beginne die Verarbeitung und münde schließlich in Gleichgültigkeit. »Da bin ich selbst noch lange nicht«, sagte Rena Schwarz und erzählte von ihrer letzten Trennung, als ihr Ex ihr morgens früh in der Küche sagte: »Die Luft ist raus« – »Wie, aus dem Vorderreifen? Er ist einfach gegangen.«

Trennungen können so schmerzhaft sein. Das Publikum hat sich bei diesem ernsten Thema großartig amüsiert. Rena Schwarz’ niveauvolle Alltagssatire mit dunkelgrauem Humor wurde vom Förderverein der Stadtbücherei Vlotho organisiert. Am Ende stand die Erkenntnis: »Das Leben ist ein Rauf und Runter. Das macht das Leben viel bunter..«

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