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Vlothoer Familie päppelt mutterlose Jungvögel auf

Hoffnung für vier Schwälbchen

Vlotho (WB). Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer – aber vier kleine Schwälbchen sind derzeit der ganze »Sonnenschein« von Familie Zaydinov. Bei ihr werden die mutterlosen Jungvögel gerade liebevoll aufgepäppelt.

Joachim Burek

Ganz gut im Futter: Wie seine Geschwister ist dieses kleine Schwälbchen schon gut gediehen und hat bereits ein Federkleid. Foto: Joachim Burek

Vor knapp einer Woche hatte der Vater in Uffeln den Zufallsfund gemacht und die vier frisch geschlüpften Schwälbchen, die offenbar aus dem Nest gefallen waren, auf einer Wiese neben einer Werkstatt aufgelesen. Spontan holte er sich ein kleines Eimerchen, kleidete es mit einem Tuch aus und setzte die Kleinen dort hinein. »Dann hat er unsere Mutter angerufen und gefragt, ob er die Tiere mit nach Hause bringen kann«, übersetzt die zwölfjährige Sevinch, die derzeit das Weser-Gymnasium besucht, in flüssigem Deutsch den Bericht ihres Papas.

Angler half mit Maden

Zuhause war schnell ein kleiner Karton gefunden, der mit flauschigem Stoff ausgelegt wurde, um den Schwälbchen ein neues Nest zu geben.

»Die kleinen Vögel waren noch ganz nackt und wir wollten sie unbedingt retten«, berichtet Sevinch. In Usbekistan sei ihnen das schon einmal mit einigen Jungtauben gelungen. Sevinch: »Im Internet haben wir uns informiert, was so kleine Schwalben denn brauchen.« Ein Angler half zunächst mit Maden aus seinem Köderbestand aus. Die wurden von den Jungvögeln begierig angenommen. Seitdem werden die Vögel mit Maden gefüttert, die die Zaydinovs aus dem Automaten für Anglerbedarf holen, der bei Getränke Wichmann in Uffeln aufgestellt ist. Aus einer kleinen Spritze gibt es zudem Wasser, das den kleinen Schwalben direkt in die groß aufgesperrten gelben Schnäbelchen gespritzt wird. »Bis zu acht Mal am Tag ist Fütterung,« Das fängt gleich morgens um fünf Uhr an, wenn mein Vater, der früh raus muss, aufsteht«, erzählen Sevinch und Islom.

Die Mühe hat sich aber inzwischen gelohnt. Die Schwälbchen sind in den vergangenen Tagen größer geworden und haben inzwischen ein Federkleid. »Wir hoffen natürlich, dass wir sie soweit aufpäppeln können, bis sie flügge sind, um sie dann wieder in die Freiheit entlassen zu können«, sagt die Schülerin im Namen ihrer Familie.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie am Dienstag, 27. Juni, im WESTFALEN-BLATT, Lokalausgabe Vlotho.

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