Grüne Liste Vlotho möchte einen neuen Wald entstehen lassen

Mehr Bäume in der Stadt

Vlotho (WB). Borkenkäfer und Konsorten schädigen auch in Vlotho den Wald, sodass er an unterschiedlichen Stellen beängstigend grau und leblos aussieht. Dazu haben Dürre, Hitze und der allgemeine Klimawandel deutlich ihre Spuren hinterlassen. Einen frischen gesunden Wald für die Bürgerinnen und Bürger möchte die Grüne Liste Vlotho (GLV) auf einer öffentlichen Grünfläche entstehen lassen und reicht dafür einen Fraktionsantrag ein.

Gisela Schwarze

Mehr Bäume für die Weserstadt wünschen sich die GLV-Mitglieder Michael Petzholdt, August Wilhelm König, Christiane Wattenberg, Harald Kuhlmann und Ulrike Heusinger von Waldegge (von links) und setzen sich dafür politisch ein. Foto:

Der geplante „Vlotho Wald“ soll auf einer öffentlichen Fläche wachsen, auf der interessierte Vlothoerinnen und Vlothoer zu besonderen Anlässen einen standortgerechten Baum pflanzen können. „Wir brauchen eine öffentliche Fläche von mindestens 4000 Quadratmetern“, machte Christiane Wattenberg bei der Vorstellung des Projekts klar.

„Ein Konzept in Zusammenarbeit mit dem oder der neuen Klimaschutzbeauftragten ist nötig“, so der GLV-Fraktionsvorsitzende August-Wilhelm König. Die Pflanzung eines Baumes sei aufgrund der großen Nachhaltigkeit ein wertvoller Beitrag zum Klima- und Umweltschutz. Eine Baumpflanzung unterstütze die vorhandene positive Einstellung vieler Bürgerinnen und Bürger zu Natur und Umwelt, heißt es in der Begründung zum GLV-Antrag.

Förderung für Privatbäume

Neben der Aktion „Vlotho Wald“ mit der Bepflanzung einer öffentlichen Fläche sollen Bürger, die ausgewählte heimische Bäume auf ihrem privaten Grundstück pflanzen möchten, für einen Zeitraum von zunächst zwei Jahren einen finanziellen Zuschuss erhalten. „Bei der Vorlage eines Kassenbelegs und eines Fotos erhalten sie nach unserem Vorschlag eine Erstattung von bis zu 50 Prozent der Anschaffungskosten für den gepflanzten Baum. Eine Höchstgrenze pro Baum auf 50 Euro und pro Grundstück auf zehn Bäume sollte festgelegt werden“, erläuterte Ulrike Heusinger von Waldegge den Antrag weiter.

Die GLV befürwortet in ihrem Antrag, die Mittel über zunächst 10.000 Euro in den kommenden Haushalt 2021/22 einzustellen. Eine Richtlinie sei zu erarbeiten, in der die entsprechenden Bedingungen wie die Sortenwahl oder die Höchstfördersumme pro Baum festgeschrieben sind. „Die Pflanzung von Bäumen ist aufgrund der großen Nachhaltigkeit ein wertvoller Beitrag zum Klimaschutz“, betonte Ulrike Heusinger von Waldegge.

Die Aktion solle die Bürger animieren, mehr heimische Bäume auf ihren Privatgrundstücken zu pflanzen und sich so aktiv am Umwelt- und Naturschutz zu beteiligen. „Ein einzelner Baum produziert lebenswichtigen Sauerstoff und bietet außerdem zahlreichen Tierarten Lebensraum“, so die Antragsteller.

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