1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Vlotho
  6. >
  7. Müllsammler trotzen dem Sturm

  8. >

In allen Vlothoer Stadtteilen sind am Samstag Menschen auf der Suche nach Unrat gewesen

Müllsammler trotzen dem Sturm

Vlotho (WB)

Das waren nicht die besten Voraussetzungen für die jährliche Müllsammelaktion in Vlotho. Zum einen durften die Sammler nur einzeln losziehen – trafen sie doch an den Sammelpunkten aufeinander, mussten wegen Corona Masken getragen und Abstände eingehalten werden –, zum anderen war da noch Sturmtief Luis.

Heike Pabst

Am Mahnmal in Exter haben unter anderem Lars Wattenberg, Gerd Linnenbecker, Niklas Günther, Denis Köpke, Björn Krömker und sein Sohn Jante eine Menge Unrat aufgehäuft. Foto: Lars Wattenberg

Der Sturm hat dafür gesorgt, dass ein paar Sammelwillige ihren Einsatz auf einen späteren Zeitpunkt verschoben haben. Einige Valdorfer reduzierten ihren Aktionsradius auf die eigenen Wohnstraßen und entsorgten das Gefundene in ihren privaten Mülltonnen.

Eigentlich ist die Müllsammelaktion immer auch ein geselliges Ereignis. Die Pandemie verhinderte diesmal zwar beispielsweise das Dankeschön-Essen, aber nicht die Aktion an sich. Sie wurde koordiniert von Vlotho Marketing, Ronja Post, der Umweltbeauftragten der Stadt, und den ehrenamtlichen Helfern in den Ortsteilen. In Exter war der Arbeitskreis Dorfentwicklung federführend. Unterstützend aktiv waren unter anderem Mitglieder der Vereine wie zum Beispiel des Freibadfördervereins, der „Heinzelmännchen“ und der Bürgerinitiative „WiduLand“, außerdem Konfirmanden der Uffelner Kirchengemeinde und viele andere Vlothoerinnen und Vlothoer. Sie zogen am Samstag los und sammelten ein, was sich am Wegesrand in den vergangenen Monaten so angesammelt hatte. Und das war wieder einiges.

Tischplatten, die aus dem Exteraner Naturschutzgebiet gezogen wurden. Prall gefüllte Hausmülltüten, die jemand ins Gebüsch am Vlothoer Busbahnhof geworfen hatte. Ein demolierter LKW-Spritzschutz nahe des Exteraner Mahnmals. Motoröl, Autoreifen, Kondome, Flaschen... Die Ausbeute war so groß wie unappetitlich. In Uffeln behielt Ortsvorsteherin Anke Hollensteiner den Überblick: „Ein Monitor wurde gefunden. Eine Uffelnerin hat bereits 153 Flaschen im Container entsorgt.“ Gerade auch dank der Mithilfe der Konfirmanden wären mehr als 100 Kilogramm Müll zusammengekommen.

Bei Regen und Sturm unterbrachen manche Sammlerinnen und Sammler zwischendurch ihre Gänge. Am JUZ waren zwei Mulden aufgestellt worden, in die der Unrat eingeworfen werden konnte. Die Stadt Vlotho lässt die gesammelten Werke nun abtransportieren.

Startseite