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Lea Niedernolte und Marie Brand erhalten Stipendium für Expedition nach Costa Rica

Reise in den Regenwald

Vlotho (WB). Die Vorfreude bei Lena Niedernolte und Marie Bayard aus der Q1 des Weser-Gymnasiums ist groß. In wenigen Monaten heißt es für sie Regenwald-Expedition statt Schulbank drücken. Die beiden 17-jährigen Gymnasiastinnen werden vom 14. bis 25. November mit der Master-MINT Forschungsexpedition des Heidelberger Instituts für Jugendmanagement nach Costa Rica aufbrechen.

Joachim Burek

Vorstellung der Stipendiatinnen Marie Bayard und Lea Niedernolte (von links): Marie hat als Dankeschön an den Stiftungsgründer dieses Bild eines Regenwald-Bewohners gemalt; hinten: Rocco Wilken, Jörg Twele, Dr. Julia Ruprecht, Ingrid Pieper-von Heiden Foto: Joachim Burek

Beide Schülerinnen hatten erfolgreich das Auswahlverfahren des Instituts durchlaufen und sich nun bei der Stiftung Bildung zur Förderung Hochbegabter um ein entsprechendes Stipendium beworben. Ingrid Pieper-von Heiden, Vorstandsvorsitzende der Stiftung, die vom Vlothoer Unternehmer Martin Kannegiesser gegründet worden ist, konnte nun die gute Nachricht von der Bewilligung des Stipendiums überbringen und die beiden Stipendiaten und ihr Projekt der Öffentlichkeit vorstellen.

Anerkennung für die Schule

»Es ist schon außergewöhnlich, dass gleich zwei Bewerber einer Schule gleichzeitig eine solche Förderung erhalten. Aber beide haben in ihrer Bewerbung überzeugt und die Stiftung hat Ja gesagt, ihre Forschungsreise mit jeweils 3000 Euro zu fördern«, erläutert die Vorstandsvorsitzende. Gleichzeitig sprach sie dem anwesenden Schulleiter Jörg Twele und der Koordinatorin der Begabtenförderung im WGV, Dr. Julia Ruprecht, ihre Anerkennung für das Engagement der Schule in der Begabtenförderung aus. Ingrid Pieper-von Heiden: »Das ist mit Voraussetzung für eine Förderung durch die Stiftung.«

Eine kleine Weltreise

»Das ist schon eine kleine Weltreise«, zeigten sich Lea Niedernolte und Marie Bayard beeindruckt von dem bevorstehenden 13-Stunden-Flug und den Stationen, die sie in Costa Rica erwarten. Dort werden sie gemeinsam mit 25 weiteren jugendlichen Teilnehmern eine Kaffee- und eine Kakao-Plantage erkunden sowie auf eine Tour durch den Regenwald gehen. »Die genauen Forschungsthemen werden wir zu Beginn des Projekts bei einem Einführungsseminar in Heidelberg in einzelnen Teams und Gruppen erarbeiten«, weiß Lea Niedernolte aus Erfahrung. Die Exteranerin hatte schon im Vorjahr erfolgreich an einer Forschungsreise mit dem Heidelberger Institut nach Island teilgenommen und kennt die Abläufe.

Dokumentation über den Regenwald

»Das war jetzt die letzte Gelegenheit, vor dem Ende der Schullaufbahn noch einmal ein solch einmaliges Projekt mitzumachen. Da habe ich einfach Marie aus meiner Stufe angesprochen, ob wir das gemeinsam angehen wollen. Und sie hat spontan zugesagt«, berichtet Lea. Ein gemeinsames Arbeitsthema schwebt ihnen auch schon vor. »Wir würden gerne eine Dokumentation und Präsentation zum Regenwald und den Tierarten dort erarbeiten, die später auch bei Vorträgen im WGV und in Vlotho vorgestellt werden sollen«, ergänzt Marie Bayard.

»Reisen bildet«

Schulleiter Jörg Twele freute sich mit seinen Schülerinnen: »Dass sie ausgewählt wurden, ist eine tolle Anerkennung ihrer bisherigen Leistungen in der Schule und bei außerschulischen Projekten.« Auch für die Region sei es wichtig, dass ein Gymnasium hier eine solche Unterstützung erfährt. Schulen in der Großstadt hätten es da oft leichter, ergänzt Dr. Julia Ruprecht. Vlothos Bürgermeister Rocco Wilken betonte, dass es ein außerordentliches Glück sei, dass die von Martin Kannegiesser gegründete Stiftung ihre Zielsetzung variiere und neben der Lehrerfortbildung und MINT-Projekt-Förderung auch Jugendliche direkt fördere. Gleichzeitig hob auch er die Infrastruktur am WGV hervor, die durch die Begabtenförderung solche talentierten Schüler unterstütze. »Reisen bildet«, lobte er den Mut der Schülerinnen, dieses Projekt anzugehen.

Stiftung startet Fortbildungs-Offensive

Die Stiftung Bildung zur Förderung Hochbegabter startet eine Fortbildungs-Offensive, bei der Kitas und Grundschulen stärker in die Begabtenförderung einbezogen werden sollen. »Die Stiftung sucht im Kreis Herford und in ganz Ostwestfalen-Lippe Lehrkräfte an Grundschulen und Erzieherinnen in Kitas, die am neuen berufsbegleitenden Diplom-Lehrgang zum Erwerb des ECHA-Diploms für Begabtenförderung teilnehmen möchten.« Darüber hat die Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Ingrid Pieper-von Heiden, jetzt informiert. Der Diplom-Lehrgang beginnt im September 2018 und endet im November 2019 mit der Diplomübergabe. Die Kosten der Teilnehmer (2500 Euro pro Person inklusive der Tagungsgebühren) werden komplett von der Stiftung übernommen. Bewerbungen können Interessierte direkt per E-Mail an die Stiftung schicken unter: info@stiftung-bildung.com.

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