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Anwohner der Königsberger Straße sieht lange Mängelliste nach Sanierung – ein Kritikpunkt ist das Gefälle

Sorge vor vollgelaufenem Keller

Vlotho (WB).

Nach dem Wintereinbruch türmen sich die Schneewälle an den Straßenrändern. Außerdem hat Regen- und Tauwetter eingesetzt. Hermann Kölling, Anwohner der jüngst sanierten Königsberger Straße, macht sich Sorgen, dass bald sein Keller vollaufen könnte. Die Ursache sieht er in der im Herbst fertiggestellten Baumaßnahme

Joachim Burek

Hermann Kölling ist besorgt über das nach der Sanierung der Königsberger Straße entstandene steilere Gefälle. Früher habe der Höhenunterschied vor seinem Grundstück 27 Zentimeter betragen, nun seien es 81 Zentimeter zur gegenüberliegenden Seite. Daher fürchtet er, dass bei Starkregen sein Keller überflutet wird Foto: Joachim Burek

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„Vorher hatte der Wendehammer vor meinen Grundstück ein Gefälle von zwei bis drei Prozent. Nach der Sanierungsmaßnahme beträgt es nun sechs Prozent. Das macht von meinem Grundstück zur gegenüberliegenden Seite einen Höhenunterschied von sage und schreibe 81 Zentimetern aus. Vorher waren es nur 27 Zentimeter“, sorgt sich der Rentner.

Viele Beanstandungen

Kölling betont im Gespräch mit dieser Zeitung, dass er die Notwendigkeit des Kanalbaus und der Straßenerneuerung einsehe. Angesichts der hohen Anliegerkosten sei die Liste der Beanstandungen zu lang.

So übt Kölling Kritik an dem neuen Mehrzweckstreifen, der immer zugeparkt sei. Fußgänger, Kinderwagen und Menschen mit Rollatoren müssten auf die Straße ausweichen. Komme ein Auto von unten und eines von oben, träfen sie sich in der Mitte, so dass einer der beiden Wagen stets zurück fahren müsse,

Auch bei der Müllabfuhr gebe es in der Königsberger Straße Probleme, führt Kölling weiter aus. Die Mülltonnen von den Häusern 21 bis 15 seien immer von den Grundstücken abgeholt worden. „Diese müssen von den meist betagten Anwohnern jetzt 50 bis 60 Meter entfernt abgestellt werden, da der Müllwagen nicht durch die viel zu engen Kurven der Rundumfahrt um den Garagentrakt, der die Straße teilt, kommt“, so Kölling.Schließlich bemängelt Herman Kölling die stark gestiegenen Kosten für die neuen Laternen. Sie seien von 21.000 Euro auf 61.000 Euro gestiegen. Das ist für mich kaum nachvollziehbar“, so seine Kritik.

Das sagt die Stadt

„Das Gefälle war zum Ausgleich zwischen den Grundstücken so notwendig,Aber die Rinnenführung in dem Wendehammer ist ingenieurtechnisch so ausgerechnet, auch unter Berücksichtigung des Quergefälles, dass es bei Regenereignissen keine Probleme geben dürfte“, stellt Christian Hohmeier von den Vlothoer Wirtschaftsbetrieben fest. Sollte es dennoch Probleme bei Starkregen geben, sei man für Lösungen gesprächsbereit, kündigt er an.

Das Problem mit der Müllabfuhr sei nicht durch eine zu enge Straße, sondern durch parkende Autos begründet. „Hier wollen wir Abhilfe durch befristete Parkverbote an den Abfuhrtagen schaffen“, so Hohmeier. Die Kostensteigerung beim Laternenbau sei das Resultat der Ausschreibung und des Wettbewerbs am Markt, erklärt Hohmeier.

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