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Vlothoer Stadtwerke beteiligen sich am 22. März am Weltwassertag

Tiefbrunnen sichern die Versorgung

Vlotho (WB). Aus den Leitungen kommt Trinkwasser – rund um die Uhr, im Sommer und im Winter, in bester Qualität und anscheinend in unbegrenzter Menge – in anderen Ländern und selbst in anderen Städten der Region ist das nicht selbstverständlich.

Jürgen Gebhard

Das Wasserwerk an der Weserstraße Vlotho. Foto: Jürgen Gebhard

Wie gut es um die Trinkwasserversorgung der Weserstadt bestellt ist, wollen die Stadtwerke Vlotho ihren Kunden am Sonntag, 22. März, zeigen. Anlässlich des „Weltwassertages“ lädt der kommunale Versorger zu einem „Tag rund ums Trinkwasser“ ein. Auf dem Betriebsgelände der Stadtwerke an der Weserstraße wird es eine kleine Ausstellung zur Geschichte der Wasserversorgung in Vlotho und andere Aktionen geben. Der Vlotho-Bus lädt zu einer Rundreise zu verschiedenen Trinkwasserversorgungsanlagen ein, die vor Ort erklärt werden.

Fünf Brunnen an der Weser

Ein Ziel der Rundreise wird das Wasserwerk an der Weserstraße sein. Die fünf Brunnen in den Weserwiesen sind zu mehr als 90 Prozent für die Wasserversorgung im Gebiet der Stadtwerke zuständig sind: Zwei „Tiefbrunnen“ fördern aus Tiefen von 68 und 93 Metern, die drei „Flachbrunnen“ aus etwa 14 Metern. Trotz der Nähe zur Weser werde kein Flusswasser gefördert, sagt Hans-Hermann Staasmeier, Technischer Leiter der Stadtwerke, mit Blick auf die Geologie. Die Brunnen an der Weser und auch Quellen im Bereich Bretthorst sorgten dafür, dass jeder Vlothoer im Schnitt täglich 100 bis 110 Liter bestes Trinkwasser entnehmen könne. Das geförderte Wasser wird zu einem Teil in Hochbehälter gepumpt und von dort aus verteilt.

Staasmeier: „Unser Wasser ist so gut, dass wir es nicht aufbereiten müssen. Alle Grenzwerte werden deutlich unterschritten.“ Die hohe Qualität des Trinkwassers lassen die Stadtwerke Vlotho fortlaufend von unabhängigen Instituten prüfen – nahezu 70 Parameter werden dabei analysiert. Die Untersuchungsergebnisse würden jederzeit deutlich unter den strengen, behördlich festgelegten Werten liegen. Die aktuellen Untersuchungsergebnisse werden im Internet veröffentlicht (www.stadtwerke-vlotho.de).

Sehr gute Wasserqualität

Die Trinkwasserqualität soll auch zukünftig erhalten bleiben: Aus diesem Grund haben sich die Stadtwerke Vlotho schon vor Jahren der Wasserkooperation Herford-Bielefeld angeschlossen. In dieser Kooperation hätten sich Wasserversorger der Region gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer das Ziel gesetzt, mit vielfältigen Maßnahmen das „Lebensmittel Nummer eins“ nachhaltig zu schützen. Dennoch sollte jeder Einzelne dazu beitragen, die natürlichen Ressourcen zu schonen, meint Stadtwerke-Geschäftsführer Bernd Adam: „Zum Beispiel durch sorgfältigen und bedachten Umgang mit Trinkwasser, durch die Vermeidung von Stoffen, die unsere Gewässer belasten – oder durch die Nutzung von Regenwasser.“

Bernd Adam verweist auf einen anderen Aspekt: Nach den beiden heißen und trockenen Sommern machten sich Kunden Sorgen um die zukünftige Trinkwasserversorgung. In anderen Kommunen habe es erhebliche Probleme mit Menge und Qualität gegeben. „Hier können wir für unser Gebiet Entwarnung geben“, sagt der Stadtwerke-Chef. Selbst in den extrem heißen und niederschlagsarmen Sommermonaten der vergangenen Jahre habe es nicht zuletzt wegen der Tiefbrunnen an der Weser ausreichend Trinkwasser in bester Qualität gegeben.

Die Wasserversorgung in Vlotho

Die zentrale Wasserversorgung in der Stadt Vlotho gibt es seit 1929. Aktuell werden im Versorgungsgebiet der Stadtwerke 3546 Hausanschlüsse beliefert (hauptsächlich aus den Brunnen an der Weser). Das Trinkwassernetz der Stadtwerke hat eine Länge von 111,2 Kilometern. Als Höchstmenge an einem Tag wurden im vorigen Jahr 1649 Kubikmetern abgegeben.

Es gibt außerdem mehrere Wasserbeschaffungsverbände (unter anderem zwei in Exter, in Steinbründorf/Wehrendorf und in Uffeln).

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