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Fundraising noch bis Ende Juni soll das Projekt am Gemeindezentrum Zachäus in Vlotho ermöglichen

Uffeln wünscht sich ein Glockenhaus

Vlotho

Glockengeläut strukturiert in christlichen Ländern seit vielen Jahrhunderten den Tag: Die Glocken künden von Ereignissen und rufen zum Gottesdienst. Auch in Uffeln wächst offenbar der Wunsch danach: Ein Crowdfunding-Projekt, bei dem über das Internet Geld gesammelt wird, soll den Bau eines Glockenhauses neben dem Evangelischen Gemeindezentrum Zachäus (EGZ) ermöglichen.

Sie wollen ein Glockenhaus am Gemeindezentrum Zachäus in Uffeln per Crowdfunding realisieren (von links): Pfarrerin Renate Wefers und Initiatorin Anke Diestelhorst. Foto: Ev. Kirchenkreis Vlotho

Das Projekt präsentiert sich auf der Crowdfunding-Plattform „Viele schaffen mehr“ der Volksbank Herford-Mindener Land. Dort können Unterstützer auch spenden. Ziel ist es, die Summe von 7500 Euro zusammen zu bekommen.

„Bisher haben wir mehr als 60 Prozent erreicht. Wenn wir bis zum 26. Juni die 100 Prozent schaffen, unterstützt uns die Volksbank finanziell“, erklärt Initiatorin Anke Diestelhorst. Dann könne im Herbst der Bau des Glockenhauses neben dem Gemeindezentrum Zachäus (EGZ) beginnen.

Gemeindemitglieder und Nachbarn unterstützen laut Mitteilung des Evangelischen Kirchenkreises Vlotho das Projekt. „Jeder kann mitmachen und eine Summe seiner Wahl spenden. Und wenn wir das Crowdfunding schaffen, bekommen wir auch das dann noch fehlende Geld zusammen. Gemeinsam schaffen viele, etwas Neues auf die Beine zu stellen“, ist Anke Diestelhorst zuversichtlich.

Im Bauantrag festgehalten

Schon 2014 entstand beim Umbau des Gemeindehauses die Idee zum Glockenturm. Sie wurde auch im Bauantrag festgehalten. „Die Gemeinde wünschte sich Glocken, denn vielen fehlt das Läuten. Dem Presbyterium war wichtig, dass es als reines Spendenprojekt ohne Kirchensteuermittel finanziert wird“, sagt Pfarrerin Renate Wefers.

Drei aufeinander abgestimmte Glocken hat die Gemeinde 2020 erworben. „Eine Gemeinde im Kirchenkreis Schwelm gab ihr Gemeindehaus auf. Dort waren die im Jahr 2000 gegossenen Bronzeglocken übrig. Wir konnten sie samt Glockenstuhl aus Eiche zum Materialwert erwerben“, so Renate Wefers. Seitdem stehen sie im Gemeindezentrum. „Dort sehen sie schön aus, können aber nicht läuten“, so Anke Diestelhorst.

Vom Turm zum Haus

Zunächst war ein Glockenturm geplant, doch durch gestiegene Baukosten und um den vorhandenen Glockenstuhl einbauen zu können, entstand die Idee, ein Glockenhaus zu errichten. Optisch sei der von Architekt Patrick Groß entworfene Bau reizvoll, so der Kirchenkreis weiter. „Die künstlerisch gestalteten Glocken kann man durch große Fenster in Kreuzform sehen. Im Dunkeln können diese beleuchtet werden“, erläutert Anke Diestelhorst.

Renate Wefers: „Läuten ist Trost und Information. Unser Glockenhaus ist auch ein Zeichen der Hoffnung, dass Kirche noch da ist.“ Weitere Infos gibt es auf der Homepage www.evangelisch-in-vlotho.de.

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