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DRK-Familienzentrum Kita Sommerwiese testet Leandoo-Eltern-App im Rahmen eines Pilotprojekts

Warteschleifen haben ausgedient

Vlotho (WB).

Digitalisierung wird seit Ausbruch der Corona-Pandemie zusehends wichtiger für Kindertageseinrichtungen und Schulen. Das DRK-Familienzentrum Kita Sommerwiese an der Habichtstraße ist da ganz vorne mit dabei und darf jetzt im Rahmen eines Pilotprojekts die Leandoo-Eltern-App testen.

Sonja Töbing

Sind von der Leandoo-Eltern-App voll überzeugt: Stefania Castiglione (von links), Ron Rammert, Nadine Finne, Beate Ouedraogo und Anne Hegel. Die Corona-Krise zwingt Erzieher und Eltern dazu, neue Möglichkeiten der Kommunikation zu finden Foto: Sonja Töbing

Die Mitarbeiter der Einrichtung sind von der neuen Kommunikationsform ebenso begeistert wie die Eltern der 185 Kinder. „Wir danken unserem Träger für die Möglichkeit, die App ausprobieren zu dürfen. Dadurch wird die Kommunikation zwischen Eltern und Kita verbessert. Ob gruppenspezifisch oder individuell mit einzelnen Personen – Leandoo bietet viele Optionen“, sagt Ron Rammert, Leiter des DRK-Familienzentrums.

Bereits im März, mit Beginn des ersten Lockdowns, habe man sich intensiver mit dem Thema Digitalisierung auseinandergesetzt und nach sinnvollen Apps gesucht. „Leandoo hat uns am Ende überzeugt – die App ist einfach zu bedienen“, betont Stefania Castiglione, stellvertretende Einrichtungsleiterin. Die Funktionen seien vielfältig. „Besonders gut gefällt mir, dass ich meine beiden Kinder per App abmelden kann, wenn sie krank sind. Normalerweise hing man immer in den beiden Warteschleifen von Kindergarten und Kinderarzt, jetzt nutze ich die App – das ist spart Zeit und Nerven“, betont Elternbeirätin Anne Hegel, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Beate Ouedraogo das Privileg hatte, das neue Kommunikationsmittel als erste zu testen.

In Corona-Zeiten, in der Mamas und Papas die Einrichtung nicht mehr betreten dürfen und somit kaum noch Einblicke in den Alltag ihrer kleinen Mäuse hatten, bietet Leandoo zudem den Vorteil, dass Nachrichten, Projekte und Fortschritte der Kinder gruppenweise eingestellt und abgerufen werden können. So bleiben alle Eltern auf dem laufenden. „Wer möchte, kann sich Push-Nachrichten zuschicken lassen, um sofort über die wichtigsten Neuigkeiten informiert zu werden“, berichtet Ron Rammert. Termine könnten eingesehen und im eigenen Kalender abgespeichert, Kinderprofile angepasst und ergänzt werden. „Ich finde es auch gut, dass ich sämtliche Kontaktdaten und Ansprechpartner sehen und die Leitung auch direkt anschreiben kann, wenn ich Fragen außer der Reihe habe“, erklärt Anne Hegel. Für jedes Kind könne ein Extra-Profil angelegt und der entsprechenden Kita-Gruppe zugeordnet werden. „Wichtig ist auch, dass die Eltern sich in dieser App untereinander nicht anschreiben können, anders als in vielen Whats-App-Gruppen, in denen oftmals auch eher unwichtige Dinge untereinander ausgetauscht werden“, betont Ron Rammert.

Mittlerweile habe ein Großteil der Eltern die App auf ihr Handy geladen: „Lediglich ein Sechstel fehlt noch“, erzählt die andere stellvertretende Kita-Leiterin Nadine Finne. Niemand müsse Angst haben, zu viel von sich preiszugeben, auch in datenschutzrechtlicher Hinsicht gebe es keine Bedenken: „Der Server von Leandoo ist gesichert, und jedes Elternteil kann selbst entscheiden, was in der App öffentlich bekannt gegeben wird oder nicht“, sagt Nadine Finne. Für das Erzieher- und Leitungs-Team gebe es jederzeit einen persönlichen Ansprechpartner bei der Anbieter-Firma – auch das bewerte sie als äußerst positiv.

Sie und das gesamte Sonnenwiese-Team wünschen sich, dass künftig alle Mamas und Papas mit der App arbeiten, denn auch im Hinblick auf Nachhaltigkeit sei diese von großem Vorteil. „Wir möchten in Zukunft keine doppelte Kommunikation mehr fahren müssen und sparen dank der App jede Menge Papier und Druckerpatronen“, betont Ron Rammert.

Bis Ende des Kindergarten-Jahres soll die Leandoo-Eltern-App getestet und in den Alltag aller integriert werden. „Wenn alles gut läuft, wird unser Träger die App auch in seinen anderen Einrichtungen nutzen“, ist Rammert zuversichtlich.

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