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Interview: Leiterin der Laienspielgruppe Bonneberg blickt auf erfolgreiche Aufführungen

»Wir sind restlos zufrieden«

Vlotho (WB). Sieben umjubelte Vorstellungen hat die Laienspielgruppe Bonneberg absolviert. Jetzt ist der »Champus-Express« – so der Titel der diesjährigen Komödie – ins Bahndepot zurück gerollt. WB-Mitarbeiter Dirk Sonntag sprach nach den Aufführungen mit Melanie Fromme (41), die seit Mitte 2018 neue Leiterin der Laienspielgruppe ist.

Melanie Fromme, hier mit Uwe Waschkowitz, leitet die Gruppe. Foto: Dirk Sonntag

Die letzte Vorstellung ist gerade eine Woche her. Es war die 35. Spielzeit der Gruppe. Wie sieht das Fazit der kleinen Jubiläumstour aus?

Melanie Fromme: Wir sind restlos zufrieden. Die Zuschauer haben uns gefeiert, unsere Vorstellungen waren sehr gut besucht, oft sogar ausverkauft. Sogar im Schulzentrum gab es bestenfalls noch ein paar freie Plätze.

Es gab vier Spieltermine im Gemeindehaus Bonneberg, drei im Schulzentrum. Wo macht es mehr Spaß zu spielen. Im eher kleinen, intimen Kreis oder vor dem großen Publikum?

Fromme: Beides hat seinen Charme. Mit dem Gemeindehaus sind wir eng verbunden. Da können wir unsere Bühne aufbauen, es ist gemütlich, familiär, heimeliger. Aber vor 500 Leuten in der Aula zu spielen, hat auch was.

Wie groß ist der Aufwand bis ein Stück einstudiert ist und letztlich aufgeführt werden kann?

Fromme: Im Sommer fangen wir immer an, eine Komödie auszuwählen. Wir schauen dann, wer aktiv mitspielen möchte. Thomas Lang und Bianca Karger aus unserer Gruppe schlagen häufig ein Stück vor. Dann lesen wir das an und entscheiden uns gemeinsam für ein Stück. Die Geschichte muss uns gefallen und auch zur Anzahl unserer Mitspieler passen.

Seit der Gründung tritt die Laienspielgruppe einzig gegen Spenden auf und verzichtet auf Eintrittsgeld. Bleibt das so?

Fromme: Auf jeden Fall verzichten wir weiter auf Eintritt. Mit den Spenden finanzieren wir in erster Linie unser Bühnenbild. Das war diesmal herausragend, wurde von ganz vielen Besuchern gelobt. Wir haben Rückmeldungen, dass sich manche echt in einem Bahnabteil wähnten. Das war diesmal ein Volltreffer – kostet aber eben auch etwas Geld.

Sie waren erstmals als Leiterin für die Aufführungen verantwortlich. Was war anders zu den Vorjahren, als Sie selbst auf der Bühne mitspielten?

Fromme: Ich habe immer unglaubliches Lampenfieber. Das war auch der Grund, warum ich nicht mehr auf die Bühne wollte. Als Leiterin hat mir mein Vorgänger Uwe Waschkowitz sehr geholfen. Jetzt kümmere ich mich um ganz viel kleine Dinge, die das große Ganze ergeben. Läuft alles an der Theke, ist genügend Kleingeld da, passen Licht und Technik, Wie ist es um die Sicherheit bestellt. Was machen wir, wenn der Zuschauersaal voll ist. Es ist eine andere Sichtweise. Ich war schon aufgeregt, ob alles funktioniert. Das hat es aber. Und deshalb ein ganz dickes Dankeschön an alle Helfer. Das sind so viele. Ohne die Helfer und unsere Zuschauer wär das alles gar nicht machbar.

Haben Sie die Leitung nach der Anfrage spontan übernommen oder lange überlegt?

Fromme: Ich habe da drei Nächte drüber geschlafen. Seit dem Jahr 2006 bin ich bei der Laienspielgruppe Bonneberg. Es macht riesig Spaß, da wollte ich nicht Nein sagen.

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