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Vorstandssprecher Kämmerling: „Als Reaktion auf die Leitzinserhöhung verzichten wir auf Verwahrentgelte“

Volksbank Herford-Mindener Land schafft Negativzinsen ab

Kreis Herford

Vorstandssprecher Andreas Kämmerling kündigt an, dass schon zum 1. August das Verwahrentgeld, also die Negativzinsen, abgeschafft wird.Auch ihre Produktpalette will die Volksbank Herford-Mindener Land anpassen.

Der Hauptsitz der Volksbank Herford-Mindener Land liegt an der Werrestraße in Herford. Foto: Moritz Winde

Erstmals seit elf Jahren erhöht die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinsen im Euroland um 0,5 Prozentpunkte. Angesichts des aktuell hohen Inflationsdrucks war die Erhöhung von vielen Seiten der Wirtschaft und der Politik gefordert worden. Diese erste Zinsmaßnahme der EZB soll nun den hohen Inflationsraten im Euro-Raum entgegenwirken und für eine stabilere Währung sorgen.

„Wir begrüßen diesen wichtigen Zinsschritt der EZB und finden ihn auch in der Höhe von 0,5 Prozentpunkten angemessen und notwendig“, so Andreas Kämmerling, Vorstandssprecher der Volksbank Herford-Mindener Land.

„Als sofortige Reaktion auf diese Leitzinserhöhung werden wir bereits zum 1. August das Verwahrentgelt in unserer Bank abschaffen. Wir erheben bisher unter bestimmten Voraussetzungen Verwahrentgelte auf größere Summen, die Kundinnen und Kunden auf Konten bei uns parken. Wer treuer Volksbankkunde ist und weitere Produkte unserer Bank oder unserer Verbundpartner nutzt, konnte dadurch Freibeträge von bis zu 750.000 Euro erreichen. Somit war das Thema Verwahrentgelte für mehr als 99 Prozent unserer Volksbankkunden bisher kein Thema, hat aber trotzdem viele Menschen bewegt “, erklärt Andreas Kämmerling das Aus der Negativzinsen.

Zeitgleich werde die Volksbank auch ihre Produktpalette hinsichtlich Ausgestaltung und Verzinsung anpassen. „Somit bieten sich für Anleger neue Möglichkeiten, auch für kurze und mittlere Anlagelaufzeiten wieder einen festen Zinsertrag erzielen zu können. Allerdings werden die marktüblichen Zinssätze die aktuelle Inflationsrate nicht annähernd ausgleichen können, sodass Anleger auch weiterhin mit realen Wertverlusten rechnen müssen. Hier ist es an uns als Volksbank, unseren Kunden je nach persönlicher Anlagementalität Anlagealternativen aufzuzeigen, um diese Wertverluste auch zukünftig zu minimieren“, so Kämmerling.

In den letzten Monaten seien bereits die Baufinanzierungszinsen spürbar angestiegen, was viele Vorhaben privater und gewerblicher Bauherren neben den stark gestiegenen Lohn- und Materialkosten zusätzlich weiter verteuert hat. Zu beachten bleibe, dass historisch gesehen die Zinsen im Euroraum noch immer relativ niedrig seien und weitere Leitzinshöhungen der EZB zur Inflationsbekämpfung notwendig sein werden.

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