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Starkregen-Geschädigte kritisieren Aussagen der Stadtverwaltung und wollen Antworten

Waren die Strangbach-Durchlässe dicht?

Bünde

Aus Richtung Weseler Straße bahnten sich die Wassermassen am Abend des 5. Juni ihren Weg durch den Bünder Süden und hinterließen eine Schneise der Verwüstung. Der Gesamtschaden dürfte in die Millionen gehen. „Da muss eine Lösung gefunden werden. Die Kanalisation muss ausgebaut oder ein Regenrückhaltebecken errichtet werden. Irgendetwas muss endlich geschehen“, fordert Starkregenopfer Bärbel Schönfelder die Stadt Bünde zum Handeln auf.

Von Daniel Salmon

Zahlreiche Geschädigte des heftigen Starkregens vom Abend des Juni haben sich zusammengeschlossen und fordern Antworten aus dem Rathaus, wie die Überschwemmung ganzer Stadtteile künftig verhindert werden kann. Foto: Daniel Salmon

Auf der Versammlung der Hochwassergeschädigten am Samstag werden zudem Stimmen laut, dass die Durchlässe des teils unterirdisch verlaufenden Strangbachs, der sich an jenem Frühsommerabend von einem kleinen Rinnsaal in einen reißenden Strom verwandelt hatte, schon vor den heftigen Regengüssen verstopft waren. „Die Stadt hat behauptet, alle Zugänge zum Strangbach seien gereinigt gewesen. In der Sache ist da aber seit Jahren nichts passiert“, moniert eine Anwohnerin. Ein weiteres Hochwasser-Opfer ergänzt: „Die unverrohrten Gräben an der Friedrich-Ebert Straße waren seit längerem nicht gepflegt. Alles war zugewachsen. Und in den Gullys war auch schon vor dem Starkregen Schotter. Das Wasser, das von oben kam, konnte gar nicht abfließen.“ Bilder vom Zustand der Gräben und Abflüsse hat der Mann in einer Mappe gesammelt.

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