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Städte Willebadessen, Beverungen und Bad Driburg organisieren Transport ins Labor

10.000 Lollitests pro Woche für Schüler

Höxter

Rund 5000 Kinder an Grund- und Förderschulen im Kreis Höxter werden vom kommenden Montag zweimal pro Woche mit einem so genannten Lollitest auf das Coronavirus untersucht. Die Tests werden in einem Pool gesammelt und gemeinsam untersucht.

Von Marius Thöne

Das läuft in der Regel so ab: Eine Gruppe von Kindern lutscht morgens in der Schule für etwa 30 Sekunden an einem Tupfer – so wie an einem Lolli. Danach stecken alle ihre Tupfer in dasselbe Pool-Röhrchen. Dabei werden die Proben also vermischt. Dieses Röhrchen geht dann ins Labor. „Denn anders als Schnelltests sind diese Lolli-Tests keine Antigen-Tests, sondern aufwendige PCR-Tests“, erläutert Schulrat Hubert Gockeln. Damit lasse sich deutlich zuverlässiger feststellen, ob eine Corona-Infektion vorliegt oder nicht. Erst wenn eine Pool-Probe positiv ist, müssen alle Kinder noch einmal einzeln einen PCR-Test machen. Dann sind die Eltern gefragt, denn der Einzel-PCR-Test soll nach Angaben des zuständigen Labors Krone in Bad Salzuflen zu Hause genommen werden. Anschließend soll das Kind den Test in der Schule abgeben, von wo aus er ins Labor gebracht wird. Wie das Prozedere genau funktioniert, kann auf der Internetseite www.laborkrone.de nachgelesen werden. An jeder Schule ist ein eigener Testbeauftragter ernannt worden. Auch die Schulleiter werden in das Testprozedere stark eingebunden.

Um den Transport der Sammelproben ins Labor kümmern sich im Kreis Höxter federführend die Städte Bad Driburg, Beverungen und Willebadessen. Gemeinsam mit externen Transportunternehmen haben sie festgelegt, welche Schule an welcher Transportroute liegt. Die zuständigen Unternehmen hätten die Strecken probehalber auch bereits abgefahren, so dass es beim Start am Montag keine Probleme geben sollte, berichtet Gockeln. Die Fahrer holen die Proben von 9 Uhr an an den Schulen ab und bringen sie bis 13 Uhr nach Bad Salzuflen ins Labor. Bis zum Abend soll das Ergebnis dann in den Schulen vorliegen. Nach Gockelns Angaben habe das bei einem Modellversuch in Köln gut funktioniert.

Ändern wird sich für viele Schüler allerdings der Rhythmus des Unterrichts. In der Regel werden die Klassen in zwei Gruppen geteilt. Bisher wechselte Präsenz- und Distanzunterricht in der Regel wochenweise. Von kommender Woche an muss der Wechsel-Unterricht laut Gockeln überall so stattfinden, dass die Kinder jeweils einen Tag zu Hause und dann wieder in der Schule sind.

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