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Kommune investiert 5,3 Millionen Euro

Bad Driburg bekommt neuen Kindergarten

Bad Driburg (WB). Für etwa 5,3 Millionen Euro entsteht in Bad Driburg von Frühjahr an die größte Kindertagesstätte im Kreis Höxter. Der Planungsausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung grünes Licht für das Bauvorhaben gegeben. Am Montagabend, 16. Dezember, entscheidet der Stadtrat. In der Politik herrscht nach Auskunft des Bauausschussvorsitzenden Horst Verhoeven Konsens, dass der Neubau für die Kernstadt eine „gute und notwendige Sache“ ist. Die Baugenehmigung liegt bereits vor.

Marius Thöne

Symbolbild. Foto: dpa

In dem Neubau an der Georg-Nave-Straße sollen voraussichtlich von Anfang 2021 an 115 Kinder von null bis sechs Jahren in sechs Gruppen betreut werden. Er ist erforderlich, weil in Bad Driburg Kindergartenplätze fehlen. Am städtischen Familienzentrum an der Alleestraße waren darum bereits Container aufgestellt worden, um die Kapazitäten zu erweitern.

Dachgarten mit Spielflächen

Der neue Kindergarten in der Nordstadt soll aus drei miteinander verbundenen Einzelbauten bestehen und eine Nutzfläche von 1600 Quadratmetern haben. Das Grundstück ist rund 4000 Quadratmeter groß. Die Entwurfsplanung des Dresdener Architekturbüros LTHX, das im vergangenen Jahr den Architektenwettbewerb gewonnen hatte, zeigt auch einen Dachgarten mit Spielflächen für die Gruppen im Obergeschoss. Eine Rutsche führt von dort auf einen großen Spielplatz.

Inzwischen wurden nach Angaben der Stadtverwaltung umfangreiche planerische und kalkulatorische Arbeiten umgesetzt. So wurden Fachingenieure für die Tragwerksplanung, den Schall- und Wärmeschutz und die Haustechnik beauftragt. Das erforderliche Brandschutzkonzept wurde von der Stadt selbst erarbeitet und mit dem Brandschutzsachverständigen des Kreises abgestimmt. Im September wurde auch der Auftrag für die Planung des Außenspielgeländes vergeben. Abgeschlossen ist die Planung für Heizung, Elektro und Sanitärinstallation. In Kürze sollen die Baugewerke ausgeschrieben werden.

Baukosten liegen höhere, bei Planungskosten kann gespart werden

Nach den Berechnungen des Architekturbüros steigen die Nettobaukosten gegenüber einer ersten Schätzung von drei auf 3,6 Millionen Euro. Hinzu kommen die Baukosten der Außenanlagen und Planungshonorare. Als Grund für die Kostensteigerung führt Baudezernent Martin Kölczer in der Beschlussvorlage an, dass das Gebäude größer werde als geplant. Mehr Platz werde für Personal- und Hauswirtschaftsräume sowie für Brandschutzwege benötigt. Das mache Mehrkosten von 270.000 Euro aus. Weiterhin seien 295.000 Euro für Einbauten enthalten.

Gespart werden könne bei den Planungskosten, die mit 20 bis 25 Prozent der Netto-Baukosten kalkuliert worden waren. Nach aktuellem Stand liegen sie aber nur bei 15 Prozent, so dass das Gesamtprojekt im gesetzten Rahmen liege. Das Land fördert den Bau mit 2,1 Millionen Euro. Kölczer spricht von einem „für die Stadtentwicklung bedeutsamen Projekt.“

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