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Gesellschafter der Test- und Rennstrecke setzen sich durch

»Bilster Berg«: Graf von Oeynhausen-Sierstorpff gibt Geschäftsführung ab

Bad Driburg (WB). Marcus Graf von Oeynhausen-Sierstorpff soll die Geschäftsführung der Renn- und Teststrecke »Bilster Berg« aufgeben. Darauf hat sich am Mittwochabend die Gesellschafterversammlung geeinigt.

Frank Spiegel

Marcus Graf von Oeynhausen-Sierstorpff soll die Geschäftsführung der Renn- und Teststrecke »Bilster Berg« aufgeben Foto: Harald Iding

Die im April 2013 eröffnete Strecke ist noch nicht in der Gewinnzone. Und: Im Raum steht der Vorwurf gegen den Ideengeber Graf von Oeynhausen-Sierstorpff, er habe für sogenannte Projektsteuerungsleistungen 1,35 Millionen Euro in Rechnung gestellt – obwohl diese Leistungen nach Einschätzung des Beirates »nicht ersichtlich« sein sollen. Graf von Oeynhausen-Sierstorpff hat dazu am Mittwoch zwei Gutachten vorgelegt, die ihn entlasten sollen. Diese sollen jetzt vom Beirat und gegebenenfalls von einem Wirtschaftsprüfer abschließend geprüft werden.

Die Gesellschafterversammlung machte am Mittwochabend auch eine Entscheidung rückgängig, die Graf von Oeynhausen-Sierstorpff erst im November getroffen hatte: Er hatte seinen Mitgeschäftsführer Hans-Jürgen von Glasenapp abberufen, was viele Anteilseigner scharf kritisiert hatten. Nun holten die Gesellschafter von Glasenapp auf seinen alten Posten zurück.

Beirat wir umgewandelt

Wie es in einer gemeinsamen Erklärung des Bilster Berg Drive Resort und Graf von Oeynhausen-Sierstorpff heißt, wird der derzeitige Beirat im kommenden Jahr in ein Aufsichtsgremium umgewandelt. Dessen Vorsitz soll Graf von Oeynhausen-Sierstorpff bekommen. Seinen Geschäftsführer-Posten gibt er dann auf. Neben von Glasenapp soll ein weiterer Geschäftsführer den Vertrieb und die Außendarstellung der Test- und Rennstrecke stärken. Headhunter suchen bereits nach Kandidaten.

Unter den Gesellschaftern hatte es vor dem Kompromiss auch Bestrebungen gegeben, einfach eine neue GmbH zu gründen, deren Geschäftsführer Hans-Jürgen von Glasenapp hätte werden sollen.

Graf von Oeynhausen-Sierstorpff wäre damit ganz aus dem Rennen gewesen. So weit ist es dann aber doch nicht gekommen. Mehr als sechs Stunden hatten die gut 100 Gesellschafter nichtöffentlich getagt und zum Teil heftig um den Kompromiss gerungen.

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