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Dringenberger feiern Bischof-Bernhard-Tag an Lichtmess – Preis wird zum zweiten Mal vergeben

Ein Dorf gedenkt seines Gründers

Dringenberg (WB). »Bischof Bernhard, hoch in Ehren – halten wir ihn allezeit. Unser Dank soll sich noch mehren – alle Jahre jederzeit. Bischof Bernhard sagen wir Dank, ehren ihn unser Leben lang.« Diese erste Strophe des Bischof-Bernhard-Liedes hat jedes Kind in Dringenberg schon einmal gesungen – und es zeigt deutlich: Das Erbe des Stadtgründers (1277 bis 1341) ist auch heute noch in der Ortschaft präsent wie eh und je.

Dennis Pape

Die Dringenberger gedenken ihres Stadtgründers Bischof Bernhard, dessen Grabplatte in der Kirche platziert ist. Auf den Tag freut sich auch Ortsheimatpfleger Dieter Legge. Foto: Dennis Pape

Im Burgdorf wird am Sonntag, 2. Februar, erneut der Bischof-Bernhard-Tag in der Zehntscheune gefeiert – dazu lädt die Stadt jährlich Vertreter aller Vereine ein, die sich aktuell anmelden können. Außerdem wird nach 2018 zum zweiten Mal eine um die Ortschaft verdiente Person mit dem Bischof-Bernhard-Preis ausgezeichnet. Die erste Preisträgerin war Mechthild Pieper. „Wir wollen an diesem Tag allen danken, die sich für die Ortschaft einsetzen und den ohnehin schon beeindruckenden Zusammenhalt im Ort stärken“, sagt Ortsheimatpfleger Dieter Legge. Der Tag beginnt mit einer Messe um 10.45 Uhr in der Dringenberger Kirche. Anschließend ist das Festmahl mit Vereinsvertretern und der Verwaltungsspitze der Stadt Bad Driburg in der Zehntscheune. Den Festvortrag hält in diesem Jahr Baudezernent Martin Kölczer zum Thema Ortsentwicklung. „Es ist schon etwas ganz Besonderes, dass unser Stadtgründer auch heute noch die Menschen in Dringenberg verbindet“, betont Legge.

Gebäck für die Kinder

In der Grundschule und im Kindergarten wird traditionell Gebäck verteilt – ebenfalls ein Vermächtnis von Bischof Bernhard V. zur Lippe, der im Jahr 1316 die Freigrafschaft Dringen vom Grafen zu Everstein erworben hatte. 1318 ließ er den 298 Meter über dem Meeresspiegel gelegenen Bergsporn roden und errichtete dort bis 1323 die wehrhafte Burg. Daraufhin fanden sich bald die ersten Siedler an deren Fuß ein – so entstand etwa zeitgleich der Ort Dringenberg.

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