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Klaus Geiser ist seit elf Jahren Kontaktbeamter für muslimische Institutionen bei der Kreispolizeibehörde Höxter

„Friedliches Miteinander funktioniert“

Kreis Höxter

Aktuell laufen die Internationalen Wochen gegen Rassismus – die Polizei im Kreis Höxter ist auf diesem Gebiet nach eigenen Angaben schon länger aktiv. Als „Kontaktbeamter für muslimische Institutionen“ sei Polizeihauptkommissar Klaus Geiser bereits seit elf Jahren ein kompetenter Ansprechpartner für den ganzen Kreis Höxter zu diesem Thema.

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Polizeihauptkommissar Klaus Geiser ist seit elf Jahren Kontaktbeamter für muslimische Institutionen im Kreis Höxter. Foto: Polizei

Sogenannte „Kontaktbeamte für muslimische Institutionen“ – kurz KMI – hat die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2010 bei der Polizei eingeführt, berichtet die Pressestelle in Höxter. Sie sollen eine vertrauensvolle und verantwortungsbewusste Kontaktaufnahme und Verständigung gewährleisten.

Im Kreis Höxter gibt es fünf Moscheegemeinden und einige deutsch-türkische Kulturvereine, die sich auf die Kernstädte Steinheim, Brakel, Warburg und Höxter verteilen. Im Gegensatz zu den katholischen und evangelischen Kirchengemeinden sind die Moscheegemeinden üblicherweise in Vereinen organisiert. Die größte Moscheegemeinde ist in Steinheim angesiedelt. An muslimischen Feiertagen nehmen hier bis 200 Personen am Gebet teil.

Klaus Geiser, zugleich Bezirksdienstbeamter für die Städte Bad Driburg und Nieheim, besucht als Kontaktbeamter für muslimische Institutionen der Polizei Höxter regelmäßig auf Eigeninitiative oder auch auf Wunsch der Beteiligten die jeweiligen Moscheegemeinden und Kulturvereine, um auf vertrauensvoller Basis den Kontakt herzustellen und zu vertiefen. Zudem sollen die Akteure dabei unterstützt werden, aufgetretene Konfliktsituationen oder externe Störungen sowie Schwierigkeiten zu beheben.

„Bei uns im Kreis Höxter sind solche Probleme und Störungen jedoch weitestgehend unbekannt“, kann Klaus Geiser aus seiner Erfahrung berichten. „Ein friedliches Miteinander und die Zusammenarbeit mit den örtlichen Kirchengemeinden werden hier groß geschrieben.“

Der KMI ist jedoch nicht nur Ansprechpartner für Menschen mit muslimischen Glauben, sondern auch für Zuwanderer – unabhängig davon, aus welchem Land sie kommen, welcher Abstammung sie sind oder welcher Glaubensrichtung sie angehören.

„Natürlich ist es nicht immer einfach, sich von heute auf morgen auf andere und zum Teil unbekannte Lebensweisen einzustellen“, wirbt Klaus Geiser für gegenseitiges Verständnis. „Zum Beispiel sind die verschiedenen Gesetze und Verordnungen Menschen aus anderen Staaten nicht immer geläufig.“ Hier soll der KMI den Menschen helfen, sich schnellstmöglich in ihrer neuen Heimat einzugewöhnen und mögliche gegenseitige Berührungsängste abzubauen.

Das Land Nordrhein-Westfalen legt bei seinen KMI der Kreispolizeibehörden großen Wert auf regelmäßige Fortbildungen. In Seminaren zum Thema „Interkulturelle Kompetenz“ werden die Verantwortlichen gezielt geschult und ausgebildet.

„Die Polizei leistet durch den Einsatz des Kontaktbeamten vor Ort einen weiteren Beitrag für ein friedliches und ausgewogenes Zusammenleben der Menschen im Kreis Höxter“, heißt es in einer Mitteilung.

Klaus Geiser ist erreichbar in der Bezirksdienststelle in Bad Driburg unter Telefon 05253/98701748.

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