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Osterfeuer werden zum zweiten Mal in Folge ausfallen – Städte im Kreis Höxter erhalten kaum Anträge

„Frühzeitig für Klarheit sorgen“

Kreis Höxter

Die allermeisten Osterfeuer im Kreis Höxter werden nach 2020 Anfang April zum zweiten Mal in Folge ausfallen – und zwar unabhängig von den dann geltende Regeln der Corona-Schutzverordnung.

Sylvia Rasche und Reinhold Budde

In den Weserwiesen in Höxter treffen sich seit Jahrzehnten auf Einladung der Pfadfinder Hunderte Menschen am Ostersonntag, um das Osterfeuer brennen zu sehen. Danach geht es auf die Kirmes am Floßplatz. Zuletzt war das 2019 so. Foto: Michael Robrecht

Das hat eine Umfrage bei den Ordnungsämtern der Städte ergeben.

Nieheim: „Wir erlauben in diesem Jahr keine Osterfeuer“, sagt Sandra Elsner, Leiterin des Ordnungsamts in Nieheim. Man habe diese Entscheidung frühzeitig getroffen, um bei den Vereinen Klarheit zu schaffen. Sollten Vereine schon Brennmaterialien für das Osterfeuer gesammelt haben, werde angeboten, dieses an den normalen Brennsamstag abrennen zu lassen. „Ein großes Event daraus zu machen, halten wir in der aktuellen Situation für verantwortungslos“, so Elsner.

Marienmünster: „Einige Vereine im Stadtgebiet haben die Osterfeuer schon von sich aus abgesagt“, erklärt Petra Vogt von der Stadtverwaltung Marienmünster. Konkrete Anträge seien bisher noch nicht eingegangen. „Die Vereine halten sich in der aktuellen Situation von sich aus zurück“, sagt Vogt.

Höxter:Bei der Stadt Höxter ist noch keine Entscheidung gefallen. „Wir befinden uns in Klärungsgesprächen. Einzelne Genehmigungsanfragen von Vereinen liegen vor“, erklärt Pressesprecher Markus Finger. Das bestbesuchte Osterfeuer findet immer Ostersonntag an der Weser statt. Die Pfadfinder haben dafür auch bereits im Januar mehr als 800 ausrangierte Christbäume in Höxter eingesammelt.

Beverungen: Bisher haben sich noch keine Vereine mit der Bitte um Genehmigung des Osterfeuers ans Ordnungsamt gewandt. „Die warten alle ab, was die Corona-Schutzverordnung bis dahin zulässt“, vermutet Ordnungsamtsmitarbeiter Ralf Meibom. Von normalerweise sechs bis sieben Osterfeuern in den Ortschaften waren im vergangenen Jahr alle ausgefallen.

Steinheim:„Wir haben alle Vereine, die normalerweise Osterfeuer ausrichten, angeschrieben und mitgeteilt, dass wir diese nicht genehmigen werden“, erklärt Anke Rüsenberg, Leiterin Sachbereich Ordnungsamt der Stadt Steinheim. Außerdem habe man die Bürger darauf hingewiesen, keinen Strauchschnitt an die üblichen Osterfeuer-Plätze abzulegen. „Wo schon was gesammelt worden ist, kann es an den normalen Brennsamstagen abgebrannt werden“, informiert Rüsenberg.

Brakel:Es wird dieses Jahr in Brakel kein Osterfeuer geben, da größere Versammlungen strikt vermieden werden müssen. Zusätzlich ist es schwer, im Dunklen die Sicherheitsabstände zu kontrollieren. Die Stadt möchte keinem den Spaß verderben, aber die nötigen Corona-Schutzregeln müssen unbedingt eingehalten werden“, sagt Stadt-Pressereferentin Carla Drewes.

Bad Driburg: Auch in Bad Driburg und seinen Dörfern wird es 2021 kein Osterfeier geben. „Das wäre zu gefährlich, denn Menschenansammlungen sind derzeit verboten. Die Besucher kommen abends dann vielleicht näher zusammen und würden die Corona-Schutzmaßnahmen missachten. Das müssen wir unbedingt vermeiden“, sagt Bad Driburgs Stadtsprecher Dr. Heinz-Jörg Wiegand.

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