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Kreis Höxter warnt vor Gefahren des Riesenbärenklaus

Gefährliche Schönheit im Mai beseitigen

Beverungen

Weiße Blüten, ein dicker grüner Stängel mit kleinen roten Flecken und dazu große, gezackte Blätter: Der Riesenbärenklau breitet sich zunehmend im Kreis Höxter aus und stellt dabei eine Gefahr für Menschen und benachbarte Pflanzen dar.

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Der Riesenbärenklau bringt viele Gefahren mit sich und sollte sofort bekämpft werden. Dabei sind allerdings Vorsichtsmaßnahmen zu beachten. Foto:

„Der Pflanzensaft setzt den natürlichen Lichtschutzfaktor der menschlichen Haut herab. Unter Einfluss von Sonnenlicht entwickeln sich oft erst Stunden oder Tage nach dem Kontakt teils schmerzhafte Brandwunden und Blasen“, weist Leiterin der Abteilung Umweltschutz und Abfallwirtschaft des Kreises Höxter, Dr. Kathrin Weiß, auf die Gesundheitsrisiken hin, die von der bis zu vier Meter großen Pflanze ausgehen. „Das kann besonders für Kinder gefährlich werden, die zwischen den großen Gewächsen spielen oder die Pflanzen wegen ihrer imposanten Blüten pflücken.“

Der Kreis Höxter bekämpft den Riesenbärenklau bereits seit Jahren. Neben der Landschaftsstation im Kreis Höxter versuchen auch viele Ehrenamtliche, die Bedrohung für heimische Arten sowie Bürgerinnen und Bürger einzudämmen.

„Wir fordern außerdem alle Eigentümer auf, die Pflanzen auf ihrem Grundstück zu beseitigen“, so Dr. Kathrin Weiß. Das sollte spätestens im Mai geschehen, bevor die Samenbildung beginnt. „Kommt eine Pflanze erst zum Blühen, werden bis zu 100.000 Samen verteilt, die bis zu zehn Jahre lang keimfähig sind.“

Der Riesenbärenklau kann durch Absägen und Ausstechen der Wurzel beseitigt werden. Dabei sollte der Wurzelstock ausgegraben und durchtrennt werden. Damit die Samen nicht weiter nachreifen, müssen die Blütenköpfe in einer Plastiktüte über den Hausmüll entsorgt werden. Die Pflanzenreste können kompostiert oder in der Biomülltonne entsorgt werden. Im Umgang mit den Pflanzen sind dichte Kleidung, Handschuhe und eine Schutzbrille erforderlich, um Hautkontakt mit den giftigen Pflanzensäften zu vermeiden.

Dr. Kathrin Weiß warnt: „Sollte es doch dazu kommen, muss die betroffene Stelle schnellstmöglich mit Wasser abgespült und vor der Sonne geschützt werden. Sind größere Hautpartien betroffen, ist eine ärztliche Behandlung erforderlich.“ Außerdem solle man sich nicht zu lange in größeren Beständen aufhalten, da die pflanzlichen Ausdünstungen zu Schwindel, Kopfschmerzen und Unwohlsein führen können.

Um Standorte des Riesenbärenklaus im gesamten Kreisgebiet zu erfassen und ihre weitere Ausbreitung zu verhindern, ruft der Kreis Höxter dazu auf, Bestände zu melden.

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